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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Ausbrecher sollen nie mehr freikommen

10.02.2011

AACHEN Die Gefängnisausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski bleiben womöglich bis an ihr Lebensende im Gefängnis. Das Landgericht Aachen verurteilte die beiden mehrfach vorbestraften Schwerverbrecher am Mittwoch wegen schweren Raubes, Geiselnahme, räuberischer Erpressung und erpresserischen Menschenraubs zu hohen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung.

Nach dem Urteil der Richter muss der 52-jährige Heckhoff weitere zehn Jahre in Haft. Sein 47-jähriger Komplize Peter Paul Michalski wurde zu weiteren zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Verteidiger kündigten an, in Revision gehen zu wollen.

Ein mitangeklagter 41 Jahre alter Justizbeamter wurde wegen Bestechlichkeit und Gefangenenbefreiung zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er hatte gestanden, Heckhoff und Michalski bei der Flucht aus dem Aachener Gefängnis geholfen zu haben. Der Haftbefehl gegen ihn wurde bereits gegen Kaution außer Vollzug gesetzt.

Heckhoff und Michalski waren Ende November 2009 aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aachen entkommen. Bei ihrer Flucht nahmen sie mehrere Geiseln. Unter anderem zwangen sie eine 19-jährige Schülerin, sie ins Ruhrgebiet zu fahren. Dort drangen sie in das Haus eines Unternehmer-Ehepaares ein. Heckhoff wurde nach drei Tagen in Mülheim an der Ruhr, Michalski nach fünf Tagen in Schermbeck am Niederrhein gefasst.

Einige der Geiseln befänden sich nach wie vor in psychologischer Behandlung oder würden über Angstzustände und Schlafstörungen klagen, sagte Richter Hans-Günter Görgen. „Allerdings halten wir Heckhoff und Michalski zugute, dass sie sich an ihre ursprüngliche Abmachung gehalten haben. Sie wollten keine Gewalt an­wenden und hatten teilweise sogar Mitleid mit ihren Opfern.“

„Wir nehmen beiden ab, dass sie ihre Taten bereuen“, betonte Görgen. „Für uns steht aber auch zweifelsfrei fest, dass sie nach wie vor einen Hang zu schweren Straftaten haben und für die Bevölkerung gefährlich sind.“

Die von den Angeklagten geschilderten „angeblichen Missstände“ in der JVA Aachen hätten für die Entscheidung des Gerichts keine Rolle gespielt, sagte Richter Görgen gleich zu Beginn der mündlichen Urteilsbegründung. Die Motive für den Ausbruch seien für das Urteil nicht von Bedeutung. „Die Angeklagten können hier nicht ihre Verantwortung auf Dritte abwälzen“, so Görgen.

„Das Urteil ist eine Katastrophe“, sagte Heckhoffs Anwalt Rainer Dietz und kündigte Revision an. „Fast 40 Verhandlungstage lang haben wir uns mit den Missständen in der JVA beschäftigt, ohne dass diese jetzt im Urteil aufgegriffen werden.“ Michalskis Verteidiger Andreas Chlosta befürchtet, dass sein Mandant bis an sein Lebensende in Haft bleiben muss. „Das wollen wir nicht akzeptieren. Deshalb legen wir Revision ein.“

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