Berlin/Braunschweig - Fußgänger im Schneckentempo, rutschende Radfahrer und schlitternde Autos: Blitzeis hat zu Wochenbeginn in Teilen Deutschlands binnen kurzer Zeit zu Hunderten Unfällen geführt. Vor allem Berlin und Brandenburg waren am Montag betroffen – in der Hauptstadt wurde beim Rettungsdienst sogar der Ausnahmezustand ausgerufen. Es gab so viele Notrufe an einem Tag wie seit Jahren nicht mehr, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Gestürzte Menschen wurden nach Angaben des Unfallkrankenhauses Berlin sogar mit Löschfahrzeugen gebracht, weil es nicht mehr genügend Rettungswagen gegeben habe. „Es gab Hüftbrüche und ausgekugelte Hüften. So etwas tut höllisch weh“, sagte Sprecherin Angela Kijewski.
Bei der Berliner Polizei wurden deutlich mehr Unfälle als gewöhnlich gemeldet – bis zum späten Nachmittag waren es mehr als 1000. Ein ähnliches Bild gab es in Teilen Brandenburgs.
In Braunschweig rutschten alleine bei einer Unfallserie auf einer Brücke über den Mittellandkanal 16 Fahrzeuge ineinander. Dabei wurden nach Angaben der Polizei zwei Menschen leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 55 000 Euro.
