Berlin - Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden von Orkan Xaver besonders schwer getroffen. Aber auch andere Bundesländer bekamen Ausläufer des Unwetters zu spüren.In Hamburg wurden für Freitagmorgen die höchsten Wasserstände der Elbe erwartet. Der Fischmarkt steht bereits unter Wasser. Außergewöhnlich große Schiffe durften weder in die Elbe einlaufen noch den Hamburger Hafen verlassen. Im Fährverkehr konnten mehrere Anleger nicht mehr angesteuert werden – etwa am Fischmarkt oder der Elbphilharmonie. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung für Hamburg allerdings aufgehoben.
Auch auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Schleswig-Holstein hat das Orkantief Xaver den Verkehr zum Erliegen gebracht. Wegen des extremen Hochwassers wurden die Schleusen am Donnerstag in Brunsbüttel dicht gemacht. Die Schleusen in Kiel-Holtenau wurden wegen Überfüllung des Kanals ebenfalls bis auf weiteres gesperrt. Bei Elmshorn fuhr eine Regionalbahn der Gesellschaft AKN gegen einen umgestürzten Baum. Der Zugführer wurde leicht verletzt.
Orkan Xaver hat auch Berlin erreicht und für erste Schäden gesorgt. Die Feuerwehr rückte bis 17 Uhr zu 25 Einsätzen aus, sagte ein Sprecher. Gründe seien etwa abgerissene Äste oder ein angehobenes Flachdach. Für den Abend bereitete sich die Feuerwehr auf einen Ausnahmezustand vor.
Die Ausläufer des Orkans erreichten am Donnerstagnachmittag auch Nordrhein-Westfalen. Im Sauerland fielen zehn Zentimeter Neuschnee. In vielen Städten und Gemeinden der Regierungsbezirke Münster, Arnsberg und Detmold wurden Weihnachts- und Nikolausmärkte vorsorglich abgesagt, der Kreis Soest schloss sogar seine Kreisverwaltung. Die Universität Bielefeld sagte vorsichtshalber alle Lehrveranstaltungen am Nachmittag ab.
