Düsseldorf - Der TV-Satiriker Jan Böhmermann hat erneut den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. Der 35-Jährige setzte sich in der Kategorie „Beste Unterhaltung Late Night“ mit seinem Format „Neo Magazin Royale“ gegen die Sendungen „Luke – Die Woche und ich“ (mit Luke Mockridge) auf Sat.1 und „Pussy Terror TV“ (mit Carolin Kebekus) im WDR Fernsehen und im Ersten durch. „Wir widmen den Preis der Rechtschutzversicherung des ZDF“, scherzte Böhmermann bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in Düsseldorf. Der Satiriker hatte sich im vergangenen Jahr wegen seines Schmähgedichts mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angelegt.

In der Kategorie „Beste Unterhaltung Primetime“ erhielten Joko Winterscheidt und der aus Oldenburg stammende Klaas Heufer-Umlauf die Auszeichnung für die Pro7-Produktion „Die beste Show der Welt“.

Das Patchworkdrama „Familienfest“ hat den Deutschen Fernsehpreis als bester Fernsehfilm gewonnen. In der ZDF-Produktion kehrt Lars Eidinger als todkranker Sohn zu seiner zerrütteten Familie zurück, um den 70. Geburtstag seines Vaters zu feiern. In der Kategorie setzte sich „Familienfest“ gegen „Das weiße Kaninchen“ zum Thema Pädophilie (SWR) ebenso durch wie gegen das Gerichtsdrama „Terror – Ihr Urteil“ (ARD), die Sportstory „Duell der Brüder“ und den Thriller „Auf kurze Distanz“.

Martin Brambach und Sonja Gerhardt haben den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspieler gewonnen. „Da bin ich ganz schön baff“, sagte Brambach bei der Verleihung. Brambach, Jahrgang 1967, war für seine Leistungen in den Filmen „Der Fall Barschel“ (ARD) und „Wellness für Paare“ (ARD) nominiert. Gerhardt stand für „Ku’damm 56“ (ZDF) und „Jack the Ripper“ (SAT.1) vor den Kameras. „Das ist eine ganz große Ehre“, sagte die 27-jährige unter Tränen. Preisträger in der Kategorie „Beste Dokumentation/Reportage“ wurde Marcel Mettelsiefen mit dem Film „Das Schicksal der Kinder von Aleppo“. Insgesamt wurde der Preis in mehr als 20 Kategorien verliehen.