• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Verbrechen: Bankräuber droht mit Bombe

12.11.2010

GLADBECK Bei einem spektakulären Banküberfall mit einer Bombenattrappe ist am Donnerstagmorgen in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) offenbar reiche Beute gemacht worden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hatte ein Mann einer Passantin einen Koffer an den Arm gekettet und sie in die Filiale der National-Bank geschickt. Der Gangster habe der 30-Jährigen gedroht, dass sich in dem Koffer ein Sprengsatz befinde, berichtete die Zeitung.

Die Polizei bestätigte, dass die Frau mit einem zweiten Koffer voller Geld aus der Bank gekommen sei. Sie habe den Koffer an einen Taxifahrer übergeben, der davonfuhr. Der Chauffeur konnte identifiziert werden. Er ist laut Polizei an dem Überfall unbeteiligt. Zum genauen Ablauf der Tat schweigt die Polizei allerdings aus ermittlungstaktischen Gründen.

Die Fahndung laufe auf Hochtouren, hieß es. Dabei seien auch Hubschrauber im Einsatz. Bei der Bombe in dem ersten Koffer habe es sich um eine Attrappe gehandelt. Das habe ein Sprengstoffexperte festgestellt, sagte ein Polizeisprecher.

Die 30-Jährige war nach der Übergabe zurück in die Bank gegangen. Dort trafen die Beamten sie an, als sie gegen elf Uhr vormittags an den Tatort kamen. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Körperlich ist sie nach Polizeiangaben unversehrt. Die Fahnder sperrten die Bank und den Vorplatz lange Zeit komplett ab.

Es sei noch unklar, ob die 30-Jährige Täterin, Komplizin oder Opfer sei, sagte der Polizeisprecher. Auch zur Höhe der Beute machte die Polizei keine Angaben. Es soll sich angeblich um 114 000 Euro handeln. Zum Zeitpunkt des Überfalls befanden sich sowohl Bankangestellte als auch Kunden in dem Geldinstitut.

Erinnerungen wurden wach an das Geiseldrama von Gladbeck, das im August 1988 ebenfalls mit einem Banküberfall begann. In dem Lokal direkt neben der jetzt ausgeraubten National-Bank hätten die beiden Bankräuber Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner damals vor ihr bru­talen Tat noch etwas gegessen, heißt es in einem Bericht des Internet-Portals „Der Westen“.

Die Verbrecher hatten danach eine Filiale der Deutschen Bank überfallen. Sie flüchteten tagelang quer durch die Bundesrepublik und in die Niederlande und nahmen Geiseln. Dabei wurde der 15-jährige Italiener Emanuele de Giorgi, der in einem in Bremen entführten Linienbus saß, von Degowski erschossen. Die 18-jährige Silke Bischoff kam durch eine Kugel aus Rösners Waffe ums Leben.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.