BELGRAD - Die No Angels wollen beim Eurovision Song Contest in Belgrad Deutschlands Grand-Prix-Ehre retten. Doch als aussichtsreichste Anwärter auf den Sieg gehen wieder einmal andere Länder ins Rennen.

Zwischen favorisierten Balladen aus Portugal und dem Gastgeberland Serbien, Popstücken aus der Ukraine oder Schweden, der von Timbaland produzierten Nummer eines russischen Superstars und Rocksongs aus Finnland und der Türkei trauen die wenigsten den Pop-Engeln eine vordere Platzierung zu.

Die No Angels selbst geben sich siegesbewusst: „Ich sehe uns ganz, ganz weit vorn. Und ich glaube, wir haben auch eine Chance, das Ding zu gewinnen“, sagte Sängerin Nadja Benaissa am Freitag in Belgrad. Das Pop-Quartett greift an diesem Sonnabend mit „Disappear“ im Finale von Platz vier aus an. „Es ist natürlich immer schwierig, wenn man sagt: Ja, wir werden die Ersten. Aber im tiefsten Inneren wünschen wir uns das, arbeiten darauf hin und stellen uns das auch schon vor“, sagte Nadja.

Am Freitag standen für alle Finalisten die ersten Durchlaufproben für die große Fernsehshow an diesem Sonnabend (ab 20.15 Uhr, ARD) auf dem Programm. Im Vorjahr hatte die Serbin Marija Serifovic den Musik-Wettstreit gewonnen.

Die Zuschauer erwartet beim 53. Grand Prix eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Musikstile – und vor allem viel Show. Der Versuch, sich mit originellen Einlagen auf der Bühne ins Gedächtnis des abstimmenden Publikums einzubrennen, lässt jede Menge Pyrotechnik krachen und Damen in aufregenden Kleidern über die Bühne wirbeln. Die No Angels wählten für ihren Auftritt extrem kurze, hautenge Kleider in glänzendem Nachtblau und Lila.

Deutschland holte sich den Sieg bislang nur einmal – 1982 mit Nicole. Auf all die Spekulationen im Vorfeld gibt Nadja Benaissa nicht viel: „Bei diesem Wettbewerb hat man ja schon oft Überraschungen erlebt. Wochenlang gibt es dann immer irgendwelche Favoriten, und am Ende gewinnt dann doch jemand anderes.“

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