Berlin - Die Polizei war mit großem Einsatz vor Ort, um eine seit längerem besetzte, ehemalige Teppichfabrik in Berlin-Friedrichshain zu räumen – doch das war nicht nötig. Die Hausbesetzer waren der Räumung am Dienstagmorgen zuvorgekommen und hatten das Gebäude bereits verlassen. „Als der Gerichtsvollzieher mit Polizeiunterstützung um kurz nach 9 Uhr die Fabrik betreten hatte, waren keine Menschen mehr in dem Gebäude. Zwangsmittel zu Räumung sind daher nicht notwendig“, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf.

Wann die Hausbesetzer die Fabrik verlassen haben, war zunächst unklar. Die Polizei war mit 200 Beamten vor Ort, um die Räumung durchzusetzen. Die Besetzung war erst kürzlich durch einen Eigentümerwechsel bekanntgeworden.

Einige Türen der Fabrik seien allerdings mit Metallriegeln verbarrikadiert gewesen und mussten aufgebrochen werden, sagte der Sprecher. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte sich in der Fabrik positioniert, kam aber nicht zum Einsatz. Ein privates Sicherheitsunternehmen werde sich um das Grundstück kümmern, hieß es.