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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Xavier: 2,5 Millionen Bahnfahrer betroffen

14.10.2017

Berlin /Bremen Von den Zugausfällen und Störungen in Folge des Sturmtiefs „Xavier“ am 5. Oktober waren rund 2,5 Millionen Fahrgäste betroffen. Mehr als 1800 Kilometer Bahnstrecke mussten wegen der Schäden gesperrt werden. Das geht aus einer abschließenden Bilanz der Deutschen Bahn hervor, die unserer Berliner Redaktion vorliegt.

Wegen der massiven Schäden an Bahnanlagen seien am 5. Oktober und tags darauf rund 240 Fernverkehrszüge ausgefallen. Im Regionalverkehr seien es in der Zeit von Donnerstag bis Samstag rund 7800 Züge gewesen. Dabei sei Sicherheit „oberstes Gebot“ gewesen, heißt es bei der Bahn. Man habe keinen Zug in eine Risikosituation fahren lassen. Am Morgen nach dem Sturm seien mehr als 1800 Streckenkilometer gesperrt und rund 75 Kilometer Infrastruktur beschädigt gewesen. Dies habe hauptsächlich die Oberleitungen betroffen, heißt es in der Bilanz.

Am vergangenen Dienstag, erst fünf Tage nach dem Sturm, habe sich die Situation wieder beruhigt, seien der Betrieb auf vielen Strecken wieder aufgenommen worden und 96 Prozent der ICE- und ICE/EC-Züge wieder gefahren. Bei 23 000 Zügen, die täglich bundesweit im Nahverkehr eingesetzt würden, liege die Ausfallquote bei knapp über 10 Prozent. Von den Zugausfällen seien rund 300 000 Fernverkehrskunden betroffen gewesen, im Regionalverkehr von Donnerstag bis Samstag rund 2 Millionen.

Im Zuge der Reparatur- und Räumungsarbeiten seien mehr als 20 Gleisfahrzeuge und zahlreiche Reparatur- und Erkundungsfahrzeuge im Einsatz gewesen. Die Bahnmitarbeiter seien von insgesamt neun Feuerwehren und vier Mannschaften des Technischen Hilfswerks unterstützt worden.

„Insgesamt waren bei der DB Tausende Mitarbeiter im Einsatz, um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten“, heißt es in der Bilanz. Knapp 500 Mitarbeiter hätten „im Gleis“ an der Beseitigung der Schäden gearbeitet. Am Morgen nach dem Sturm seien mit drei Hubschraubern Erkundungsflüge zur Schadensaufnahme durchgeführt worden und dabei rund 500 Schadstellen von unterschiedlichen Ausmaß registriert worden.

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