BERLIN - BERLIN/DPA - In Berlin geht's um die Wurst: In der Hauptstadt soll auf rund 1500 Quadratmetern im ersten Currywurst-Museum Deutschlands die Geschichte der beliebten Spezialität gewürdigt werden. Wie Projektleiter Martin Löwer gestern mitteilte, sollen in diesen Wochen die Ausschreibungen für die Exponate und die geplanten Multimedia-Installationen beginnen.

Auch die Familienangehörigen der Currywurst-Erfinderin, Herta Heuwer, werden Einzelstücke für das Museum zur Verfügung stellen. Ein Denkmal hat die Currywurst bereits: Eine Tafel erinnert an der Berliner Kantstraße/Ecke Kaiser-Friedrichstraße im Stadtteil Charlottenburg an Heuwer, die 1949 der Überlieferung nach in ihrem Imbisswagen erstmals die Wurst mit der pikanten Soße serviert haben soll. Auch ein alter Imbisswagen soll deshalb in der Schau stehen. „Ähnlich dem Schokoladenmuseum in Köln wird eine Produktionsstraße die Herstellung der Currywurst zeigen“, sagte die künftige Museumsleiterin Birgit Breloh. Sie erwarte jährlich etwa 350 000 Besucher in der Pilgerstätte für Currywurst-Fans.

Der Ort für das Museum stehe noch nicht fest. „Wir werden das Currywurst-Museum in Top-Lage, entweder am Potsdamer Platz oder am Kurfürstendamm, eröffnen“, sagte Löwer. Derzeit stünden zehn Objekte zur Auswahl. Spätestens Ende 2005 werde man sich für einen Standort entschieden haben. Das „Deutsche Currywurst Museum“ soll im März 2006 öffnen. Es soll mit fünf Millionen Euro privat finanziert werden.