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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Faktencheck: Von Konterbier und Weltmeistern

07.08.2020

Berlin „Auch Wasser ist ein edler Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.“ Diesem Sprichwort folgen offenbar viele Deutsche und konsumieren jährlich rund 100 Liter pro Kopf. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Mythen um das kühle Blonde ranken. Zeit für einen Faktencheck anlässlich des Internationalen Tages des Bieres an diesem Freitag, 7. August.

Warmes Bier hilft gegen die Erkältung

Bewertung: Falsch. Fakten: Durch den Konsum von Bier kann sich tatsächlich ein angenehm wärmendes Gefühl einstellen. Hopfen und Malz lieferten ätherische Öle und Bitterstoffe, die antibakteriell und beruhigend wirkten, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „Zudem hat Alkohol eine gewisse ,narkotische‘ Wirkung und kann den Schlaf fördern.“ Das angenehme Gefühl ist Gahl zufolge jedoch trügerisch. Die Expertin rät, während einer Erkältung auf Bier und Alkohol zu verzichten. Denn: Es schwächt das Immunsystem und entzieht dem Körper Wasser. Kräuter- oder Früchtetees seien die bessere Alternative.

Alkohol wirkt bei Hitze stärker

Bewertung: Stimmt. Fakten: Bier eignet sich bei hohen Temperaturen nicht als Durstlöscher, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sagt. „Wenn die Sonne brennt, wirkt Alkohol im Körper schneller und intensiver“, erklären die Experten.

Der Blutdruck sinkt und man fühlt sich müde und schlapp. Folgen können Kreislaufprobleme oder sogar Bewusstlosigkeit sein. Außerdem warnt die Behörde, Alkohol und Baden zu verbinden. Denn die Gefäße weiteten sich, und man könne selbst bei einer Wassertemperatur von 20 bis 22 Grad einen Kälteschock erleiden.

Konterbier hilft gegen den Kater

Bewertung: Nur kurzfristig. Fakten: Wer viel trinkt, bekommt am Morgen danach oft die Quittung – Kopfschmerzen oder Übelkeit. Die Zufuhr von Flüssigkeit helfe, diese Symptome zu bessern. „Das geht mit Bier“, sagt Labormediziner Nicolas von Ahsen. Der edle Tropfen helfe allerdings nur kurzfristig, indem er den dicken Schädel hinauszögere. Besser seien daher elektrolytreiche Getränke wie Fruchtsaftschorle.

Bier kann nicht schlecht werden

Bewertung: Stimmt. Fakten: Bier kann auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) bedenkenlos getrunken werden. Der darin enthaltene Alkohol, die Kohlensäure und der Hopfen würden verhindern, dass sich schädliche Keime vermehren könnten, sagt Holger Eichele vom Deutschen Brauer-Bund. „Solange eine Flasche dicht ist, bestehen keine gesundheitlichen Risiken durch Überschreitung des MHD.“

Deutsche trinken weltweit am meisten Bier

Bewertung: Falsch. Fakten: Besucher des Oktoberfestes müssen jetzt stark sein: Deutschland ist nicht Bier-Weltmeister. Laut nationalen Brauereiverbänden führt Tschechien mit etwa 140 Litern pro Kopf die Rangliste an, gefolgt von Österreich, wo jeder durchschnittlich 106 Liter jährlich trinkt. Erst auf Rang drei landen die Deutschen mit rund 100 Litern.

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