• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Halloween: Hilft Knoblauch wirklich gegen Dracula?

27.10.2020

Berlin An Halloween kommen sie aus ihren Verstecken: Vampire, Zombies, Gespenster und Hexen. Dass dieses Jahr der Abstand coronabedingt etwas größer ausfallen muss, hält Monster womöglich nicht von einer Attacke ab. Gut, wer beim Angriff von einem Vampir mit Knoblauch ausgerüstet ist – oder etwa doch nicht? Diese und andere gruselige Mythen auf dem Prüfstand:

Kann man Vampire mit Knoblauch fernhalten?

Es könnte sich als verhängnisvoller Irrtum herausstellen: Von der weißen Knolle zu naschen in der Hoffnung, damit Dracula abwehren zu können. Denn das Gewächs ist dafür bekannt, das menschliche Blut gesünder und dünner zu machen. Für Vampire wäre es womöglich ein Festschmaus.

Zwei norwegische Forscher haben vor Jahren das Verhalten von Blutsaugern gegenüber der duftenden Knolle untersucht. „Aufgrund des Mangels an Vampiren verwendeten wir Blutegel“, schrieben Hogne Sandvik und Anders Baerheim 1994. Die kleinen Tiere mussten sich zwischen einer mit Knoblauch beschmierten und einer sauberen Hand entscheiden. Das Ergebnis: zwei von drei wählten die stinkende Pranke. Zudem brauchten sie an der Knoblauchhand nur knapp 15 Sekunden, um sich festzusaugen, dreimal länger an der sauberen. Bei einer anderen blutsaugenden Spezies, der Mücke, haben Laborstudien dagegen keinen Einfluss des Knoblauchs festgestellt, wie die American Mosquito Control Association schreibt: weder als Abwehr- noch als Lockmittel. Ob sich Vampire am Ende doch anders als Blutegel oder Mücken verhalten? Abwarten.

Warum wirken Clowns auf Menschen so gruselig?

Es gibt Horrorclowns wie Pennywise in Stephen Kings „Es“ oder Batmans Gegenspieler „Joker“. Diese Figuren wurden erdacht, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch auch die vermeintlich netten Spaßmacher, die Luftballonfiguren basteln und tollpatschig über die eigenen Quadratlatschen stolpern, treiben dem einen oder der anderen Angstschweiß auf die Stirn.

Die Furcht vor Clowns hat sogar einen eigenen Namen: Coulrophobie. Die US-Psychologen Francis McAndrew und Sara Koehnke fanden 2015 in ihrer Untersuchung über das Wesen des Gruselns („On the Nature of Creepiness“) heraus: Viele haben ein mulmiges Gefühl bei Eigenschaften, die häufig Clowns zugeschrieben werden, etwa wenn das Verhalten eines Gegenübers nicht vorherzusagen ist oder Mimik und Gestik nicht richtig gedeutet werden können.

Andererseits belegen Studien, dass sich Clowns zum Beispiel bei kranken Kindern positiv auf die Genesung auswirken können. Und auch Stephen King schrieb einmal: „Die meisten von ihnen sind gut, muntern die Kiddies auf, bringen die Leute zum Lachen.“

Warum laufen Zombies so komisch?

Im Kino werden Zombies meist als langsam trottende, steife Wünschelruten gezeigt, die getrieben vom Drang nach Frischfleisch ihren Opfern mit ausgestreckten Armen und abgehackten Schritten hinterherlaufen. Die Opfer segneten in Filmen wie „Dawn of the Dead“ (1978) meist erst dann das Zeitliche, wenn sie von einer ganzen Horde umzingelt waren.

Was nur ist nur los im Hirn der Untoten? Dieser Frage sind die beiden US-Neurowissenschaftler Timothy Verstynen und Bradley Voytek 2014 nachgegangen. Weil die Monster zielgerichtet auf ihre Opfer zusteuern, sind nach Meinung der beiden Forscher zwar die für Bewegungsabläufe wichtigen Bereiche in der Großhirnrinde – der Motorcortex – weitestgehend intakt. Doch aus dem schwerfälligen Schritt und den starren Bewegungen schließen sie, dass möglicherweise die sogenannten Basalganglien oder das Kleinhirn nicht mehr richtig funktionieren – so wie etwa auch Parkinson-Patienten, Menschen mit Tics oder Ataxie-Kranken, bei denen das flüssige Zusammenspiel von Bewegungsabläufen gestört ist.

Forscher Voytek machte aber klar: „Keine Art von Hirnschaden könnte so etwas wie einen Zombie ermöglichen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.