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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Von Glühweinbecher bis Umtausch

16.12.2019

Berlin Die alljährliche Weihnachtsfeier vom Chef steht bevor. Manche Arbeitnehmer haben wenig Lust, einen Abend mit den Kollegen zu verbringen. Dürfen sie schwänzen? Oder ist die Teilnahme Pflicht? Die Zeitschrift „Finanztest“ (1/20) häufige Fragen, um diesen und weitere juristische Stolpersteine in der Weihnachtszeit unfallfrei zu meistern.

Sind Arbeitnehmer verpflichtet, zur Weihnachtsfeier zu kommen?

Nein, Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, an einer Betriebsveranstaltung wie der Weihnachtsfeier teilzunehmen. Wenn sie schwänzen, riskieren sie aber einen schlechten Eindruck bei Chef und Kollegen.

Findet die Feier innerhalb der Arbeitszeit statt, müssen alle, die nicht mitfeiern, ganz normal weiterarbeiten.

Darf der Tannenbaum auf dem Autodach transportiert werden?

Prinzipiell ist es legal, den Baum auf dem Autodach zu transportieren. Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, riskieren aber ein Bußgeld von bis zu 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Der Baum muss ausreichend gesichert sein. Er darf beim Bremsen weder verrutschen noch herabfallen, egal ob im oder auf dem Auto. Das legt die Straßenverkehrsordnung (StVO) zur Ladungssicherung fest.

Nach hinten darf der Baum auf dem Dach maximal 150 Zentimeter über das Auto hinausragen. Bei mehr als einem Meter muss er gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit einer hellroten Fahne und bei Dunkelheit zusätzlich mit Licht. Der ADAC empfiehlt, das untere Ende des Stamms nach vorn zeigen zu lassen. Zur Sicherung sollten keine Gummi-Expander, sondern richtige Spanngurte benutzt werden.

Alternative: Händler bieten an, Bäume zu liefern.

Dürfen Glühweinkäufer die Pfandtasse vom Stand behalten?

Schnell ist die Glühweintasse in der Jackentasche verschwunden. Das scheint fair, denn der Standbesitzer behält dafür ja das Pfand. Doch legal ist es eigentlich nicht. Denn beim Glühweinkauf wechselt der Tassen-Inhalt den Besitzer. Das Gefäß bleibt trotz Pfand im Eigentum des Standbesitzers. Wer Tassen einfach mitnimmt, macht sich streng genommen sogar der Unterschlagung schuldig.

Wirklich nachgehen werden Standbesitzer dieser Straftat allerdings nicht. Sie planen ein, dass viele Tassen mitgenommen werden. Faire Glühweintrinker geben ihre trotzdem zurück oder kaufen sie einfach ganz legal am Glühweinstand mit dazu.

Ist der 24. Dezember ein ganzer, ein halber oder kein Arbeitstag?

Leider sind sowohl der 24. als auch der 31. Dezember laut Bundesurlaubsgesetz normale Arbeitstage. Viele Arbeitnehmer haben an diesen Tagen trotzdem frei, weil es eine vertragliche Regelung dazu im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung gibt oder eine sogenannte betriebliche Übung vorliegt. War der 24. Dezember mindestens seit drei Jahren frei, können Arbeitnehmer davon ausgehen, dass das auch in diesem Jahr so ist. Außer der Arbeitgeber stellt klar, dass die Freistellung jeweils nur fürs aktuelle Jahr gilt.

Arbeitnehmer haben den Anspruch, arbeitsrechtlich gleichbehandelt zu werden. Kein Kollege darf benachteiligt werden. Bekommen einige an Heiligabend frei, dürfen in der Regel alle zu Hause bleiben.

Weihnachtseinkäufe widerrufen, umtauschen oder reklamieren?

Fast jeder Kauf im Internet kann innerhalb von zwei Wochen widerrufen werden. Die Frist beginnt am Tag nach der Lieferung. Für den Widerruf reicht eine E-Mail. Einige Waren sind von diesem Recht ausgenommen. Viele Händler nehmen gekaufte Ware freiwillig länger zurück. Bei Käufen im Laden gibt es kein gesetzliches Widerrufsrecht. Viele Geschäfte nehmen gekaufte Ware trotzdem zurück. Händler dürfen das handhaben, wie sie wollen. Die Bedingungen für den Umtausch hängen meist in Nähe der Kassen.

Wenn das Geschenk unverschuldet kaputt geht, greift das Reklamationsrecht. Kunden können defekte Ware zwei Jahre lang beim Händler reklamieren. Das gilt für Online- und Ladenkäufe. In der Praxis ist das leider oft nicht einfach. Stellt sich der Verkäufer quer, ist eine Klage für den Kunden riskant und ohne Rechtsschutzversicherung meist nicht ratsam. Ein besserer Weg kann es sein, nachzuschauen, ob es eine Garantie vom Hersteller gibt. Sie gilt manchmal sogar länger als zwei Jahre.

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