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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Silvester: Zwischen Raketen und Randale

02.01.2018

Berlin /Leipzig /Löningen Millionen Menschen in Deutschland sind mit fröhlichen Silvesterpartys ins Jahr 2018 gestartet. Bei der größten Feier Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin feierten mehrere Hunderttausend. Hier und in weiteren Großstädten wurden vereinzelt sexuelle Übergriffe auf Frauen gemeldet. Zwei junge Männer in Brandenburg starben in der Silvesternacht bei Unfällen mit Böllern, zahlreiche weitere Menschen wurden durch – oftmals illegale – Knaller verletzt.

Feuerwerk selbstgebaut

Ein 35-Jähriger erlag in Gusow bei Frankfurt/Oder trotz sofortiger Erster Hilfe seinen beim Böllern zugezogenen Verletzungen. In Kleinmachnow bei Potsdam starb ein 19-Jähriger: Er wollte nach Polizeiangaben selbstgebautes Feuerwerk zünden. Auf einer Silvesterfeier in Löningen (Landkreis Cloppenburg) wurde ein 22-Jähriger lebensgefährlich verletzt, als ein Böller an seinem Gesicht explodierte. Die Polizei ermittelt, woher der Böller stammt.

Ein 14-jähriges Mädchen im thüringischen Triptis muss laut Polizei um sein Augenlicht fürchten, nachdem ein Böller in eine Menschengruppe geworfen wurde. Dabei soll es sich um einen verbotenen sogenannten Polen-Böller gehandelt haben. Im Unfallkrankenhaus Berlin war das Team der Handchirurgie durchgehend in drei Operationssälen im Einsatz. Mindestens fünf Patienten hätten schwere Amputationsverletzungen durch Böller erlitten.

Randalierer in Leipzig attackierten Polizisten in der Silvesternacht mit Böllern und Steinen. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein. Mehrere Personen wurden in Gewahrsam genommen. Leipzig war zuletzt immer wieder mal Schauplatz von Krawallen der linksextremen Szene.

An weiteren Orten gab es Angriffe auf Rettungskräfte: Die Feuerwehr Berlin nannte am Morgen die Zahl von acht Angriffen auf Einsatzkräfte, darunter ein Vorfall mit Schusswaffen, und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge – dies mache „sehr nachdenklich und betroffen“.

In Bremen musste die Polizei 313 Mal ausrücken, unter anderem wegen mehr als 50 Schlägereien. Dabei wurden auch einige Beamte angegriffen: Vor dem Bahnhof und im Szeneviertel Steintor beschossen Randalierer die Einsatzkräfte mit Raketen und Böllern. Ein Beamter sei am Oberschenkel verletzt worden, habe aber weiterarbeiten können, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Auch in Wolfsburg wurden Raketen auf einen Feuerwehrmann abgefeuert, der einen Brand löschte. In Hannover bewarfen Unbekannte wiederholt Feuerwehrwagen mit Feuerwerkskörpern.

Entspannte Atmosphäre

Am Brandenburger Tor unterhielten Stars wie Oli P. und Conchita die Besucher. Um 0 Uhr erleuchtete ein riesiges Feuerwerk den Nachthimmel. Auch in Hamburg feierten die Menschen laut Polizei meist friedlich. Die Zahl der gemeldeten sexuellen Übergriffe in Hamburg bewege sich in einem „sehr geringen Maß“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Auf der Domplatte in Köln herrschte vor einer Konzertbühne laut Polizei eine entspannte Atmosphäre. Beim Jahreswechsel vor zwei Jahren waren am Hauptbahnhof viele Frauen sexuell bedrängt und beraubt worden. Diesmal gab es in Nordrhein-Westfalen kaum Probleme mit großen Gruppen junger Männer.

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