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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Studie: Schutz der Kinder reicht nicht aus

19.11.2019

Berlin /New York Das Kinderhilfswerk Unicef hat vor Stillstand und sogar Rückschritten beim Ausbau der weltweiten Kinderrechte gewarnt. „Ohne Zweifel wurde in den letzten drei Jahrzehnten viel für Kinder erreicht“, sagte Georg Graf Waldersee, Vorsitzender Unicef Deutschland, am Montag in Berlin. Aber: „Vor allem für die Ärmsten unter ihnen hat sich seit 1989 zu wenig zum Guten gewendet“, sagte er bei Vorstellung eines Berichts der Organisation zu 30 Jahren Kinderrechte.

Am 20. November 1989 hatten die UN-Mitgliedstaaten das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ verabschiedet. Kinder sterben zwar seltener in ganz jungen Jahren und leben auch gesünder als in den vergangenen drei Jahrzehnten, dafür sind sie aber neueren Bedrohungen ausgesetzt, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Unicef-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte in den USA, zusätzlich zu den anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung müssten sich Kinder heute mit neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing auseinandersetzen. Gerade von den Auswirkungen der Klimakrise seien sie besonders bedroht.

In dem Bericht heißt es, die weltweite Sterblichkeitsquote von Kindern unter fünf Jahren sei im Vergleich zu 1989 um rund 60 Prozent gesunken. Zudem gingen inzwischen deutlich mehr Kinder in Grundschulen, und ihre Rechte würden in vielen Ländern besser gesetzlich geschützt. Allerdings seien die Fortschritte nicht gleichmäßig verteilt: So ist in Entwicklungsländern die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren in armen Familien doppelt so hoch wie in wohlhabenderen Haushalten.

Nur die Hälfte der in besonders armen Familien lebenden Kinder in Ländern südlich der Sahara sei zudem gegen Masern geimpft, heißt es in dem Bericht. Die Zahl der bekannten Masernfälle habe sich von 2017 auf 2018 weltweit mehr als verdoppelt. Hart erkämpfte gesundheitliche Fortschritte stünden wieder auf dem Spiel.

Kinderehen seien heute zwar kein ganz so großes Problem mehr wie noch 1989. Für Mädchen aus besonders ärmlichen Lebensverhältnissen sei das Risiko einer Zwangsheirat aber entgegen dem globalen Trend gestiegen. Geschäftsführerin Fore forderte „Innovation, neue Technologien, politischen Willen und mehr Ressourcen“, um das Leben von Kindern in aller Welt zu verbessern.

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