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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Campino zofft sich mit Rapper

14.04.2018

Berlin /Rastede Drei Preise für Ed Sheeran, Rekord für Helene Fischer und viel Kritik an umstrittenen Rappern: Das war die Echo-Musikverleihung am Donnerstagabend in Berlin. Der große Gewinner des Abends war der Brite Ed Sheeran. Er wurde in den Kategorien Album des Jahres, Hit des Jahres und bester internationaler Künstler geehrt, nahm die Auszeichnungen aber nicht persönlich entgegen. Der 27-Jährige bedankte sich per Videobotschaft aus Japan.

Helene Fischer räumte in der Kategorie Schlager ab. Mit ihren inzwischen 17 Echos ist sie die Rekordhalterin. „Ich genieße diesen Erfolg gerade unfassbar“, sagte die 33-Jährige auf der Bühne. Für die größte Aufregung sorgte aber eine andere Auszeichnung: Die umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang gewannen den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National – nach einer Debatte über ihre als antisemitisch kritisierten Texte. Im Zentrum der Kritik steht die Textzeile „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“.

„Im Prinzip halte ich Provokation für gut und richtig. Man muss unterscheiden zwischen Provokation als Stilmittel und Provokation, um andere auszugrenzen. Für mich persönlich ist die Grenze überschritten, wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme, antisemitische Beleidigung geht und die Diskriminierung jeder anderen Religionsform“, sagte Campino, Frontmann der Toten Hosen, auf der Bühne. Die Toten Hosen hatten zuvor den Preis als bester nationaler Rock-Act gewonnen. „Ich will hier keine Politikdebatte daraus machen“, sagte Kollegah zur Kritik. Campino habe sich als moralische Instanz aufgespielt, das gebühre einem so großen Musiker nicht, sagte Kollegah weiter, als er den Preis auf der Bühne entgegennahm – und erntete laute Buh-Rufe und Pfiffe aus dem Publikum.

Seinen ersten Echo gewann der Sänger Mark Forster. Der 34-Jährige erhielt den Preis in der Kategorie Künstler Pop national. „Ich hatte heute, als ich hergekommen, bin richtig Bock, einen Echo zu gewinnen“, sagte er auf der Bühne. Forster war schon öfter nominiert, hatte aber noch nie gewonnen. Zuvor hatten Alice Merton (Künstlerin Pop national), Milky Chance (Band Pop national) und Haiyti (Kritikerpreis) Preise abgeräumt. Wincent Weiss gewann die Auszeichnung als nationaler Newcomer. Luis Fonsi wurde als internationaler Newcomer geehrt. Der DJ Robin Schulz gewann den Echo in der Kategorie Dance national. Er konnte den Preis allerdings wegen Krankheit nicht selbst entgegennehmen.

Den „Echo“ für das beste Video national holte sich ein Ammerländer. Oliver Krupp, aufgewachsen in Rastede und Bad Zwischenahn, ist Inhaber der Hamburger Filmproduktion „mookwe“. Er schnappte sich diesen „Echo“ gemeinsam mit dem Hamburger Regie-Kollektiv „Auge Altona“– für das Video zum Song „L auf der Stirn“ von „Beatsteaks“ feat. Deichkind. Krupp gründete „mookwe“ 2014 gemeinsam mit einem Kollegen. Der heutige Produzent machte sein Abitur am Jade-Gymnasium in Jaderberg.

Zwischendurch sorgten unter anderem die Popstars Kylie Minogue, Rita Ora, Shawn Mendes und Jason Derulo für musikalische Unterhaltung.


Video-Kommentar unter   bit.ly/2qx8xna 
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