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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Reisen mit Regios: So klappt die Urlaubsfahrt mit dem 9-Euro-Ticket

27.05.2022

Berlin Für 9 Euro an den Urlaubsort fahren: Das Sonderticket für den öffentlichen Personennahverkehr lässt sich natürlich auch für Reisen nutzen, zumal der Zeitraum des Tickets von 1. Juni bis 31. August genau in die Sommerurlaubssaison fällt. Und so dürfte es für manche eine ziemlich verlockende Aussicht sein: Reisen mit Regio statt mit Auto oder ICE.

Nur: Die preislich fast unschlagbare Anfahrt zum Urlaubsort kann ihre Tücken haben. Wir erklären, worauf Reisende achten sollten.

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Was ist bei der Reiseplanung wichtig?

Das Raussuchen reiner Regio-Verbindungen ist einfach. Auf dem Buchungsportal der Bahn, „reiseauskunft.bahn.de“, oder in der „DB Navigator“-App setzt man in der Eingabemaske bei „Nur Nahverkehr“ ein Häkchen. Schon werden nur Verbindungen angezeigt, die man mit dem 9-Euro-Ticket nutzen kann - dieses wird dann auch als erste Buchungsoption angezeigt. Das gilt für Reisen ab Juni.

Je nach Strecke werden mal mehr und mal weniger Wege angezeigt, die zum Ziel führen. Ein paar Hinweise, wie man den richtigen auswählt:

Umsteigezeiten realistisch planen: Natürlich geht es am besten direkt in den Urlaub. Wer beispielsweise aus Berlin nach Warnemünde an die Ostsee fahren möchte, fährt mit dem RE 5 bis nach Rostock durch. Die S-Bahn aus der Stadt zum Seebad ist dann kein Hindernis mehr.

Wer aber beispielsweise aus dem bayrischen Hof nach Warnemünde will, muss bis Rostock schon zweimal umsteigen.

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Je mehr Umstiege, desto mehr Risiko, könnte man sagen - vor allem, wenn für den Zugwechsel wenig Zeit ist. Gerade auf touristisch viel genutzten Strecken können Züge zu Stoßzeiten sehr voll sein und damit schnell Verspätungen anhäufen, weil das Ein- und Aussteigen an den einzelnen Haltepunkten länger dauert. Der Anschlusszug könnte dann womöglich weg sein.

Beim Planen der Reise sollte man das im Hinterkopf haben und im Zweifel lieber Fahrten mit etwas längeren Umsteigezeiten bevorzugen. Oder sonst zumindest sicherstellen, dass man mit nachfolgenden Zügen auch noch ankommt, wenn man mal eine Bahn verpassen sollte.

Tipp: Auf der Buchungsseite der Bahn lassen sich unter dem Reiter „Zwischenhalte“ die Umsteigezeiten anpassen. Wer keine Lust auf Stress und lieber etwas Zeitpuffer hat, kann beispielsweise „mindestens 30 Minuten“ einstellen. So werden Verbindungen mit kürzeren Umsteigezeiten gar nicht erst in der Auswahl angezeigt.

Vorsicht auf touristischen Routen zu Stoßzeiten: Gerade auf Strecken an die Küste oder in Naherholungsgebiete werden sich an den Wochenenden die Tagesausflügler drängeln.

Um beim Beispiel Berlin zu bleiben: Die Regionalzüge in Richtung Ostsee brechen dann gerade am Morgen mitunter aus allen Nähten. Wer mit seinen Koffern in so eine Bahn einsteigen will, schaut womöglich in die Röhre. „Auf den touristischen Hauptstrecken können die Züge so überfüllt sein, dass man nicht mehr reinkommt“, sagt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn.

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Wer auf Nummer sicher gehen will, vermeidet diese Routen zu Stoßzeiten, etwa am Samstagmorgen, lieber. Das gilt insbesondere für Menschen, die ihr Fahrrad mit in den Urlaub nehmen wollen.

Gibt es Auslastungsanzeigen für Regionalzüge?

Viele der schon beschriebenen Fallstricke ließen sich umgehen, wenn man wüsste, wie voll die Regionalzüge wohl sein werden. Doch während Auslastungsanzeigen im Fernverkehr üblich sind, gibt es sie im Regionalverkehr nur manchmal, sagt Bahn-Experte Naumann.

Das liegt daran, dass sich die mögliche Auslastung dort wegen fehlender konkreter Buchungsdaten oft nur schlecht und allenfalls auf Basis von Erfahrungswerten beurteilen lässt, während man im ICE, IC und EC durch verkaufte Sparpreistickets und Reservierungen genauer absehen kann, wie voll ein Zug wird. Obgleich die Auslastungsanzeigen auch hier nicht immer hundertprozentig verlässlich sind.

Wie sieht es mit der Verpflegung aus?

Während die meisten ICE-Züge ein Bordbistro haben, was zwar nicht immer, aber doch meistens geöffnet hat, finden sich in Regionalzügen bestenfalls Snackautomaten an Bord - wenn überhaupt. Man tut also gut daran, sich vor der Abreise mit ausreichend Proviant einzudecken.

Auch auf das Angebot an den Bahnhöfen während der Umstiege sollten Reisende nicht blind vertrauen. Gerade kleine Bahnhöfe haben oft weder Supermarkt noch Imbiss. „Etwas zu trinken sollte bei den meisten Bahnhöfen zu beschaffen sein, beim Essen wird es teils schwieriger“, sagt Karl-Peter Naumann. Das Problem ist: Vorher darüber schlaumachen kann man sich kaum. Selbst auf dem Bahnhofsportal der Bahn, „bahnhof.de“, gibt es gerade zur Austattung kleinerer Bahnhöfe oft keine konkreten Auskünfte.

Kommt das Gepäck unter?

Ja. Gerade auf touristischen Strecken, etwa in Richtung der Küsten, sind einige Regionalzüge auch für große Gepäckmengen ausgelegt, sagt Karl-Peter Naumann. Laut Bahn gilt aber die Regel: Pro Fahrgast ist im Normalfall maximal ein Stück Traglast zugelassen. Also: Ein Fahrgast - ein Koffer. Platz finden die Gepäckstücke in den Ablagen und unter oder hinter den Sitzen, aber nicht im Gang.

Kinderwagen können auch mit in den Zug. Gerade zu Stoßzeiten kann es jedoch eng werden. Die Bahn rät deshalb, lieber zusammenklappbare Modelle und Buggys mitzunehmen, vor allem in den Ferien, an Wochenenden und Feiertagen.

Gut zu wissen, wenn ein Regionalzug aus allen Nähten platzt: Wenn es um die Mitnahme geht, haben Kinderwagen - ebenso wie Reisende mit Mobilitätseinschränkungen - Vorrang. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin.

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