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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schon im Kindergarten haben Jungs mehr Kohle

09.08.2017

Berlin Kinder in Deutschland sind Taschengeld-Milliardäre - jedenfalls auf dem Papier. Nach einer neuen Umfrage erhält jedes der 7,17 Millionen Jungen und Mädchen im Alter von vier bis 13 Jahren im Durchschnitt mehrere hundert Euro Taschengeld und Geldgeschenke im Jahr. Die 10- bis 13-jährigen Jungen kommen auf etwa 654 Euro pro Jahr. Überhaupt kriegen die Jungen im Schnitt mehr Geld als die Mädchen, wie aus der Umfrage im Auftrag von sechs Verlagen für Kinder- und Jugendzeitschriften hervorgeht, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

So bekommen Mädchen im Vorschulalter monatlich knapp 17 Euro, bei Jungen sind es dagegen 20 Euro. Dieser Unterschied bleibt auch in der Altersgruppe von sechs bis 13 Jahren erhalten: Mädchen bekommen dann pro Monat im Schnitt 41 Euro, Jungen hingegen fast 44 Euro. Das Geld geben die Kinder vor allem für Kekse, Süßigkeiten und Kaugummi aus, aber auch für Zeitschriften, Comics und für Eis.

Jedes dritte Kind (37 Prozent) im Alter von sechs bis neun Jahren besitzt ein Smartphone oder ein Handy, bei den Zehn- bis 13-Jährigen sind es sogar 84 Prozent.

Laut der Umfrage lesen Kinder nach wie vor gerne Bücher und Zeitschriften, sogar häufiger als sie sich mit digitalen Spielen beschäftigen oder mit Freunden chatten. Drei Viertel (72 Prozent) gaben an, mehrmals pro Woche zum Buch oder einer Zeitschrift zu greifen. Etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) spielt mehrmals in der Woche mit dem Gameboy, einer Spielkonsole oder auf dem Tablet.

Für die Untersuchung „Young Digital Natives - wie digital sind sie wirklich“ wurden rund 2000 Kinder und Erziehungsberechtigte im Auftrag der Verlage Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa, Gruner + Jahr, Panini, Spiegel-Verlag und Zeit Verlag zu ihrem Medien- und Konsumverhalten befragt.

So wurden die Kinder auch zu 39 Titeln der Verlage befragt. Demnach erreichen die Magazine, Comics und Zeitschriften 71,5 Prozent der jugendlichen Leser. Die Umfrage sei auch dafür gedacht, die Bedeutung der Gattung für werbetreibende Unternehmen zu untermauern, wie Gerd Brüne, Verlagsgeschäftsführer bei Gruner + Jahr bei der Vorstellung sagte.

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