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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Waffen: Schreckschusspistolen immer beliebter

16.01.2020

Berlin Bamm, Bamm, Bamm – immer wieder hallen Salven von Schüssen durch die Sonnenallee in Berlin-Neukölln. Gruppen junger Männer stehen am Silvesterabend auf den Bürgersteigen, werfen Böller auf die Straße und fotografieren. Zwischendurch ziehen einige von ihnen Pistolen und feuern in die Luft. Es sind Schreckschusspistolen. Seit einigen Jahren sind sie in Deutschland immer beliebter und verbreiteter. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht von geschätzt mindestens 15 Millionen dieser Waffen. Der Trend sei beunruhigend, betont der Vize-Vorsitzende Jörg Radek.

Die Pistolen, die erstaunlich echt aussehen, werden zur Abschreckung und Notwehr verkauft. Bei einigen jungen Männern sind sie eher beliebt als Statussymbol und zum Rumballern. Das verbotene Schießen habe „fast inflationär“ zugenommen, sagt Polizeipräsidentin Barbara Slowik. In anderen Großstädten und auf dem Land sieht es nicht besser aus.

Die Schreckschusspistolen sind legal und nicht besonders teuer. Für 100 bis 150 Euro werden sie auf zahlreichen Internetseiten verkauft. Obwohl die Waffen durch eine Sperre im Lauf und die zu leichte Bauweise keine Kugeln verschießen können, sind sie nicht ungefährlich. Extrem heißes Gas tritt beim Schuss mit hohem Druck aus der Mündung.

Die GdP warnt vor der Eskalation von Konflikten durch das Zeigen der Waffen. Auch die Polizei könne nicht erkennen, ob es sich um eine Schreckschusspistole oder eine echte Waffe handelt.

Erlaubt ist der Kauf und Besitz dieser sogenannten Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen (SRS-Waffen) für jeden Erwachsenen. In der Öffentlichkeit mit sich herumtragen darf man sie aber nur, wenn man einen sogenannten Kleinen Waffenschein besitzt. Den erhält man, wenn man keine Vorstrafen hat und eine Gebühr von 50 Euro bezahlt.

Das Schießen mit den Schreckschusswaffen ist in der Öffentlichkeit aber ausdrücklich verboten. In Teilen der Politik gibt es nun Überlegungen für schärfere Gesetze. Der Verkauf der Pistolen könnte beispielsweise an den Kleinen Waffenschein gekoppelt werden.

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