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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wetter: Vielerorts laufen die Keller voll

06.01.2018

Berlin Die Hochwasserlage bleibt in weiten Teilen Deutschlands bedrohlich und zwingt zunehmend die Schiffskapitäne zu Pausen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Binnenschifffahrt waren am Freitag mit Rhein, Donau, Main, Mosel, Saar, Neckar und Weser sieben Flüsse zumindest abschnittsweise betroffen. So wurde auch auf dem Oberrhein die Schifffahrt eingestellt. Weiter rheinabwärts, etwa bei Köln, könnte es am Wochenende so weit sein.

Katastrophenalarm

In der Nacht zum Freitag war die Situation im Schwarzwald-Städtchen St. Blasien besonders kritisch. Regen und Tauwetter führten zu Überschwemmungen und Erdrutschen; zwischenzeitlich drohte Katastrophenalarm. Etwa 120 Menschen kamen in einer Halle unter, die meisten konnten bis zum Morgen in ihre Häuser zurückkehren. Verletzt wurde niemand.

Tagsüber entspannte sich die Lage dann. Das Innenministerium Baden-Württembergs warnte jedoch davor, dass wegen hoher Wasserstände und durchnässter Böden auch in den nächsten Tagen noch Hänge abrutschen, Bäume umstürzen und Keller volllaufen könnten. Uferbereiche und Wälder sollten nicht betreten werden.

In Baden-Württemberg starb eine 28 Jahre alte Rettungsschwimmerin bei einer Hochwasserübung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Sie ertrank am Donnerstag in der Nähe von Schwäbisch Hall im Fluss Kocher, als ihr Boot kenterte. In Frankreich wurde bei Hochwasser ein Deutscher vermisst gemeldet.

Kritische Marke

In Köln, wo das Flussbett des Rheins besonders eng ist, rechneten die Experten für Sonntag mit einem Pegelstand von 8,20 bis 8,70 Metern. Die kritische Marke für Kapitäne liegt bei 8,30 Metern. „Die Schifffahrt wird auf jeden Fall eingestellt werden. Die Frage ist der Zeitpunkt“, sagte ein Sprecher der Hochwasserschutzzentrale.

Anwohner in Deutschlands viertgrößter Stadt sind nicht in Gefahr. „Bebaute Gebiete im größeren Umfang sind in keinster Weise bedroht“, sagte der Sprecher. Für Dienstag rechneten die Experten mit einem Höhepunkt von etwa 9 Metern. Die Schutzwände in der Kölner Altstadt sind für Wasserstände von deutlich mehr als 11 Metern ausgelegt.

In Düsseldorf wurde an der Altstadt eine Schutzwand errichtet, um zu verhindern, dass Wasser vordringen kann. Auch die Feuerwehr bereitete sich auf Einsätze vor. „Sandsäcke werden gepackt, der Bestand wird aufgefüllt“, sagte ein Stadtsprecher.

Auf den Rhein-Nebenflüssen Neckar und Mosel war die Schifffahrt schon vorher eingestellt worden. An der Mosel stieg der Wasserstand am Pegel Trier in der Nacht über die kritische Acht-Meter Marke. In Heidelberg wurde die B37 an der Altstadt gesperrt, weil der Neckar über die Ufer trat. In Saarbrücken wurde am Freitag die Stadtautobahn gesperrt, weil die Saar stieg und eine Überflutung drohte.

Auch in Bayern liefen Keller voll und Straßen mussten gesperrt werden.

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