Seattle - Nach dem Mord an einer jungen Frau und der anschließenden Veröffentlichung von Bildern ihrer blutigen Leiche im Internet haben Gerichtsmediziner ihre Todesursache festgestellt. Die 30-Jährige sei erwürgt worden, zudem habe der Täter ihr mit stumpfer Gewalt ein Schädel-Hirn-Trauma zugefügt, teilte die Rechtsmedizin von Kitsap County im US-Staat Washington am Donnerstag (Ortszeit) mit. Ihr 33 Jahre alter Freund, der Hauptverdächtige in dem Fall, sollte frühestens am Freitag vor einem Gericht erscheinen.

Die mit Schrammen und Wunden übersäte Leiche der Frau war am Dienstag von ihrem 13-jährigen Sohn in ihrer Wohnung westlich von Seattle entdeckt worden, in der sie mit ihrem neuen Partner gelebt hatte. Der 33-Jährige war am Mittwochabend in der Nähe von Wilsonsville verhaftet worden.

Kurz nach der Tat hatte er im Internet geschrieben, dass er von der Polizei festgenommen und getötet werden wolle. Zunächst sei er jedoch mit dem Auto seiner Freundin in die 257 Kilometer entfernte Stadt Portland in Oregon gefahren, wo er später in Gewahrsam genommen wurde. Der Sohn der Frau hatte der Polizei berichtet, am Vorabend der Tat sei es zu einem lautstarken Streit zwischen den beiden gekommen.

Beamte fanden neben dem Kopf der Leiche den Führerschein des Opfers, auf den das Wort „tot“ geschrieben worden war. Auf den Fensterläden war zudem „Schlechte Nachrichten“ zu lesen, auf einem Bild an der Wand der Satz: „Sie tötete mich zuerst.“ Später waren auf einer Webseite grausame Fotos von Opfer und Tatort aufgetaucht.