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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schwerer Unfall In Bohmte: Bus mit 50 Erntehelfern umgestürzt – viele Verletzte

24.08.2017

Bohmte Sie waren auf dem Weg von einem Erdbeerfeld zu einem anderen, als das Unglück geschah. An einem Kreisverkehr bei Bohmte im Kreis Osnabrück ist am Mittwochvormittag ein mit etwa 50 Menschen besetzter Reisebus umgestürzt. Nach einer ersten Zählung wurden 44 Insassen verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten gab die Polizei in einer aktuellen Mitteilung am späten Mittwochnachmittag mit fünf an. Ein Mensch schwebe in Lebensgefahr. Zahlreiche Leichtverletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Die exakte Anzahl der Verletzten könne noch nicht abschließend genannt werden, so die Polizei.

Einem Sprecher der Feuerwehr zufolge kamen 28 Menschen in Krankenhäuser, vier von ihnen mit dem Rettungshubschrauber. Allerdings bestand bis zum Nachmittag keine Klarheit über die genaue Zahl der Verletzten. Zum Teil hätten sich die Fahrgäste schon vor Eintreffen der Rettungskräfte von der Unfallstelle entfernt, zum Teil erst später gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin. Die Menschen im Bus stammten aus Rumänien und Polen - die meisten von ihnen waren Frauen. Wegen fehlender Deutschkenntnisse sei die Verständigung schwierig gewesen.

Schon kurz nach dem Unglück sprechen Polizeiermittler von einem technischen Defekt als Unfallursache: Möglicherweise haben die Bremsen des Busses versagt. Genaueres wird aber erst ein Sachverständiger herausfinden müssen. Erst am Nachmittag wurde der Bus wieder aufgerichtet und die Unfallstelle für den Verkehr wieder frei gegeben.

Die Frauen waren auf dem Weg von Bad Essen nach Schwagstorf. Auf dem dortigen Erdbeerhof Böckmann, für den die Frauen arbeiteten, standen alle unter Schock, als sie die Nachricht erreichte, berichtete Betriebsleiter Heinz Böckmann. „Alle Mitarbeiter, die aktuell helfen können, sind aufgeteilt. Wenn wir wissen, wo die Mitarbeiter sind, werden wir sie in den Krankenhäusern besuchen“, sagte der Landwirt. Der Erdbeerhof habe auch Dolmetscher zur Unfallstelle geschickt. Die Mitarbeiter aus Polen und Rumänien arbeiteten zum Teil bereits seit 15 Jahre für seinen Betrieb, sagte er.

Den Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild, als sie an der Unfallstelle eintrafen. Der Bus habe quer auf der rechten Seite gelegen, schilderte Volker Köster, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Herringhausen: „Wir hatten eine eingeklemmte Person.“ Diese sei von den Rettungskräften befreit worden. Die Verletzungen seien zahlreich gewesen: Prellungen, Brüche, „Traumata unterschiedlicher Art.“

Die Businsassen wurden zunächst in eine nahegelegene Gaststätte gebracht, damit die Notärzte sie untersuchen und versorgen konnten. Sie sollten auch aus der Sonne heraus, betonte Köster.

Den Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild, als sie an der Unfallstelle eintrafen. Der Bus habe quer auf der rechten Seite gelegen, schilderte Volker Köster von der Freiwilligen Feuerwehr Herringhausen: „Wir hatten eine eingeklemmte Person.“ Diese sei von den Rettungskräften befreit worden. Die Verletzungen seien zahlreich gewesen: Prellungen, Brüche, „Traumata unterschiedlicher Art“.

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