• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

3. Oktober: Gemeinsames Singen am „Einheitstag“

26.09.2020

Bonn /Berlin 30 Jahre deutsche Einheit – eigentlich wäre am 3. Oktober ein Freudenfest angesagt. Doch der Tag hat sich bislang als schwieriger Nationalfeiertag erwiesen, nicht nur wegen des manchmal herbstlichen Wetters. „In den meisten Ortschaften und Städten gibt es bisher keine öffentliche Feiertradition der Bevölkerung. Der 3. Oktober als Nationalfeiertag wird so gerade von der jungen Generation kaum mehr in seiner Bedeutung wahrgenommen“, bemängelt auch eine bundesweite Initiative um den Bundesmusikverband Chor & Orchester und evangelische Musikverbände.

Sie ruft deshalb Chöre, Gemeinden, Musikgruppen, Bands, Vereine, Musikschulen und Bürger bundesweit auf, am Tag der Deutschen Einheit 75 Jahre Frieden in Europa und 30 Jahre Wiedervereinigung in Deutschland zu feiern – mit gemeinsamem Gesang.

Auf Marktplätzen in ganz Deutschland soll es am 3. Oktober ab 19 Uhr ein offenes Singen geben. Eine Woche vor der Aktion gingen die Initiatoren davon aus, dass bis zu 250 Orte dabei sein werden. Nur einige wenige Eckpfeiler des Programms sind festgelegt: Beispielsweise soll es Kerzen geben – als historisches Zeichen in Anlehnung an die Kirchen während der friedlichen Revolution 1989.

„German Jammern“

Die Veranstalter planen „ein Zeichen der Dankbarkeit und der Hoffnung für die Zukunft des Landes“. Eine positive Botschaft also gegen Unbehagen und Griesgrämigkeit. Das sprichwörtliche „German Jammern“, noch ausstehende Angleichungen von Verhältnissen in Ost und West sowie unterschiedliche Sozialisationen führten zu „einem leider wachsenden Nichtverstehen auf beiden Seiten“. Errungenschaften und Baustellen der letzten 30 Jahre sollten zum Thema gemacht werden.

Die Schirmherrschaft zu der Aktion unter dem Motto „Deutschland singt“ haben Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, übernommen. Unterstützer der Aktion kommen zum Großteil aus der christlichen Szene. Partner sind unter anderem auch die Stiftung Creative Kirche, außerdem der CVJM, der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Evangelische Allianz.

Livestream im Internet

Geplant ist auch ein Live-stream im Internet: TV-Journalist Tim Niedernolte wird ab 18.45 Uhr vor der Nikolaikirche in Leipzig moderieren. Anschließend werden die zehn Lieder, aufgenommen bei Chorproben, als eine Art Karaoke abgespielt. Dazwischen erzählen Zeitzeugen, wie sie die Wiedervereinigung erlebt haben.

Corona soll kein Hindernis darstellen, auch wenn manche Chöre vom Gesundheitsamt ein Stoppschild gezeigt bekommen haben. „Wir singen zur Not auch vom Balkon und Fenster, falls die Corona-Krise am 3. Oktober eine öffentliche Feier auf den Marktplätzen nicht ermöglicht“, sagt Projektleiter Bernd Oettinghaus.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.