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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Als Captain Kirk Neill Armstrong Platz machte

21.07.2019

Bonn „Back in the summer of sixty-nine“. Der kanadische Rocker Bryan Adams besingt seinen Sommer vor 50 Jahren: Gitarre, eigene Band; und natürlich ein Mädchen. Aber fehlen da nicht zwei wichtige Dinge? Erstens fiebert Amerika der Mondlandung von Apollo 11 entgegen - und scheint über so viel Realität vergessen zu haben, dass der Weltraum in der Fiktion doch schon längst erobert war. Denn, zweitens, am 3. Juni 1969, nur wenige Wochen bevor Neil Armstrong seinen Fuß auf den Mond setzte, strahlte der TV-Sender NBC die 79. und letzte Folge von „Star Trek“ aus.

„Der Weltraum – unendliche Weiten. (...) Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ Für Fans hat dieser Vorspann, mit dem jede Folge beginnt, bis heute nichts von seiner Faszination verloren.

Erstausstrahlung ohne großen Erfolg

Doch um der Wahrheit die Ehre zu geben: Bei ihrer Erstausstrahlung blieb die Serie in den USA – trotz einiger Achtungserfolge – weit hinter den Einschalterwartungen zurück. Das Budget der letzten Staffel war bereits auf einen Rumpfbetrag zusammengekürzt worden. Die Drehbücher mussten drastisch vereinfacht werden und der neue Sendeplatz am Freitagabend war unattraktiv. Im „summer of sixty-nine“ schließlich kam das Aus nach nur drei Jahren.

„Raumschiff Enterprise“, eine der legendärsten TV-Serien aller Zeiten, spielt im Jahr 2200; einer Zeit, in der die Menschheit den Dritten Weltkrieg überlebt hat und sich friedlich mit anderen außerirdischen Lebensformen zur „Vereinigten Föderation der Planeten“ zusammengeschlossen hat. Die „Raumflotte“ entsendet die Enterprise mit der Mission, fremde Planeten und Galaxien zu erkunden und unbekannte Lebensformen kennenzulernen.

Die Besatzung wird geführt von Captain James Tiberius Kirk (William Shatner, 88), dem Ersten Offizier Mr. Spock (Leonard Nimoy, gestorben 2015), Chef-Ingenieur „Scotty“ Scott (James Doohan, gestorben 2005), Steuermann Sulu (George Takei, 82), Kommunikationsoffizier Lieutenant Uhura (Nichelle Nichols, 86), Navigator Pavel Chekov (Walter Koenig, 82) und Schiffsarzt Dr. Leonard „Pille“ McCoy (DeForest Kelly, gestorben 1999).

Archetypen namens Kirk, „Pille“ und Spok

Das Führungstrio der Enterprise verkörpert drei Archetypen: den Tatmenschen (Kirk), den Vernunftgesteuerten (Spock) und den Gefühlsmenschen (“Pille“). Sie alle brauchen einander; jeder für sich kommt mit seinem Stil allein nicht zum Ziel. Die vermeintlich unbekannten Gesellschaften der „fernen Welten“ sind dabei tatsächlich doch immer ein ziemlich plakatives Spiegelbild terrestrischer Gesellschaftsentwürfe.

Was sind im Kalten Krieg die aggressiven Klingonen anderes als rückwärtsgewandte, militaristische Sowjets? Matriarchalische Planeten reflektieren die Frauenbewegung im Amerika. Und die verschlagenen, stets schwer zu deutenden Romulaner gehen wohl am ehesten als Bedrohung aus dem fernen China durch. Auch die Rassentrennung wird thematisiert - und überwunden.

Nägel feilen zum Thema Frauenpolitik

Die letzte Episode, „Gefährlicher Tausch“ (Turnabout Intruder), gilt Fans als eine der schwächsten. Der Körper des sonst so maskulinen Captain Kirk wird darin von der frustrierten Wissenschaftlerin Janice Lester gekapert, die feministische Forderungen erhebt und unerkannt das Kommando der Enterprise übernimmt. Das erratische Verhalten des vermeintlichen Kapitäns führt beinahe zur Meuterei. Ulkig am Rande: Kirk feilt seine Nägel, während er mit Spock über Frauenpolitik diskutiert.

Das war’s dann mit den unendlichen Weiten. Für viele Jahre, in denen die „Enterprise“ etwa von George Lucas’ und Steven Spielbergs Filmtrilogie „Krieg der Sterne“ (Star Wars) abgehängt wurde. Die finale Folge von Kirk und Co wurde in Deutschland übrigens erst am 13. Juni 1988 auf SAT1 gesendet - 19 Jahre nach der Mondlandung, aber immerhin noch ein gutes Jahr vor dem Ende des Kalten Krieges.

Mehr zur Mondlandung 1969 lesen Sie in unserem Online-Spezial.

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