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Schauspieler Gerd Baltus ist tot
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Aktualisiert vor 4 Minuten.

Bekannt Aus „derrick“ Und „tatort“
Schauspieler Gerd Baltus ist tot

NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mit Leichtigkeit bis in die höchsten Töne

18.11.2019

Bremen Lange Schlangen vor der ÖVB-Arena in Bremen, die bei den meisten, die vor der Halle auf Einlass warten, wohl immer die Stadthalle bleiben wird. Das Publikum mit musikalischer Prägung durch die Achtziger zieht es an diesem Samstagabend zur norwegischen Popband a-ha. Einige der weiblichen Fans hatten früher ein Bravo-Poster von Frontmann Morten Harket mit seinen markanten Wangenknochen, seinem schelmischen Grinsen und seiner coolen Frisur über dem Bett kleben. Damals noch in Jeansjacke mit hochgeschobenen Ärmeln und aufgestelltem Kragen, tritt der mittlerweile 60-jährige fünffache Vater in Bremen lässig mit Lederjacke und Sonnenbrille auf die Bühne. Die einstige Teenie-Star hat jetzt zwar einen ganz kleinen Bauchansatz, an Attraktivität aber über die Jahre nicht eingebüßt. Im Gegenteil, manche sagen, er sei sogar noch schöner als früher.

Erste Reihe springt auf

Eine Vorband gibt es nicht. Als das Gedudel aus den Boxen um 20.15 Uhr aufhört und das Licht im Saal weiter gedämmt wird, springt die erste Reihe auf und jubelt dem einstigen „Starschnitt“ zu. Ob’s Morten Harket freut oder eher verlegen macht? Man weiß es nicht. Emotionen zu zeigen, ist seine Sache nicht. Der kühle Norweger konzentriert sich auf das, was er am besten kann, und begeistert sein Publikum von der ersten Sekunde an. Mit „Take On Me“ geht’s los, mit „The
Living Daylights“ ist um 22.30 Uhr Schluss. Dazwischen reißt die Band ihr Publikum mit und immer wieder von den Stühlen.

Morten Harket legt die Lederjacke ab – darunter trägt er ein eng anliegendes schwarzes Shirt – und begeistert mit seiner Stimme, die es wie eh und je perfekt in die höchsten Töne schafft, was er nicht nur bei „Crying in the Rain“ und „Foot of the Mountain“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dass bei „Foot of the Mountain“ im Hintergrund Strand und Meer statt Berge auf die Leinwand projiziert werden, stört da auch nicht weiter.

Doch den Sänger selbst scheint den ganzen Abend über etwas zu stören. Während der Konzertkritiker auf dem Nebensitz den „fantastischen Sound“ lobt, greift Morten Harket sich immer wieder ans Ohr. Mal rechts, mal links, gibt ständig Zeichen an die Technik, deutet mit der Handfläche sanft nach unten und beim nächsten Lied schnippt der Zeigefinger nach oben.

Überflüssige Stühle

Das ändert sich auch nach der 20-minütigen Pause nicht. Während das Publikum zufrieden mitgeht und tanzt – die Stühle im Innenraum waren eigentlich überflüssig – interagiert der Frontsänger mehr mit seinen Tontechnikern als mit seinen Fans. Was genau ihn stört, bleibt sein Geheimnis. Ohnehin überlässt er das Sprechen dem Band-Mitbegründer und Keyboarder Magne Furuholmen, der dann auch das Stück „Hunting High and Low“ mit den Worten ankündigt:
„Welcome to 1985“.

Das Mikro in der rechten Hand, den linken Daumen locker in der Tasche der grauen, lässigen Hose nimmt Morten Harket sein Publikum mit auf eine Zeitreise, lässt längst vergangene Tage wieder aufleben und Erinnerungen wach werden an früher, als Jeans-jacken und Dauerwellen und bei den Jungs auch gerne mal als „Nackenspoiler“ verpönte längere Haare modern waren.

Aber a-ha kann nicht nur Zeitreise, sondern präsentiert auch neue Nummern wie das gelungene Stück „Digital River“. Um 22.10 Uhr unternimmt die Band ihren ersten Anlauf, das Konzert zu beenden. Keyboarder Magne Furuholmen stellt schonmal die Kollegen vor. Doch weiter geht’s mit „Stay on these
Roads“. „Thank you very much, you are wonderful“, lobt Harket im Anschluss sein „wundervolles“ Bremer Publikum und geht von der Bühne.

Um nur eine Minute später mit „The Living Daylights“ zurückzukehren. Magne Furuholmen hüpft und fordert das Publikum wechselseitig zum Mitsingen auf. Morten Harket hält immerhin sein Mikro in Richtung seiner glückseligen Fans, für die um 22.30 Uhr dann endgültig Schluss ist. Der Schlagzeuger wirft seine Drumsticks ins Publikum, das Licht geht an, die Show ist aus. Schön war’s.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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