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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Suche nach Ursache für Stromausfall

18.06.2019

Buenos Aires /Montevideo Nach dem beispiellosen Stromausfall in Argentinien und Uruguay hat die Ursachenforschung begonnen. Die Mitarbeiter der Stromversorger versuchten am Montag zu klären, wie es zu dem Blackout kommen konnte. „So etwas ist in der Geschichte Argentiniens noch nie passiert“, sagte Energiestaatssekretär Gustavo Lopetegui. Bis der Abschlussbericht vorliegt, sollte es noch zwei Wochen dauern.

Nach einer überhöhten Spannung an der Stromleitung zwischen den Wasserkraftwerken Yacyretá und Salto Grande sei das Versorgungssystem automatisch abgeschaltet worden, erklärte Lopetegui. Eine solche automatische Abschaltung bei Spannungsschwankungen komme häufig vor, sei aber örtlich begrenzt, die Verbraucher bekämen davon üblicherweise nichts mit. „Die Frage ist: Warum hat das System, das darauf ausgelegt ist, nur den betroffenen Abschnitt zu isolieren, nicht genau das getan?“

Am Sonntag war in fast ganz Argentinien und Uruguay sowie in Teilen von Chile und im Süden Brasiliens flächendeckend der Strom ausgefallen. Fast 50 Millionen Menschen waren betroffen. Züge und U-Bahnen blieben stehen, Ampeln fielen aus, Geschäfte blieben geschlossen. Die meisten Krankenhäuser mussten sich über Generatoren versorgen.

Am Montag war die Stromversorgung größtenteils wiederhergestellt, teilten die größten argentinischen Energieversorger Edesur und Edenor sowie ihr uruguayisches Pendant UTE mit. Die beiden Länder waren bis zu 15 Stunden lang von der Störung betroffen gewesen.

Und wie ist die Situation in Deutschland? Im Jahr 2017 war nach Angaben der Bundesnetzagentur jeder Verbraucher im Durchschnitt gut 15 Minuten ohne Strom. Die Qualität der Stromversorgung in Deutschland liege damit „im europäischen Vergleich auf einem sehr hohen Niveau“, sagte ein Sprecher der Behörde, der alle Stromausfälle gemeldet werden müssen, die länger als drei Minuten dauern. Hauptursachen für Stromausfälle sind Stürme, Hochwasser, Schnee oder andere Umweltereignisse.

„Deutschland hat eines der sichersten Stromnetze der Welt“, sagte eine Sprecherin des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, der in großen Teilen Deutschlands und den Niederlanden für den weiträumigen Stromtransport über Höchst- und Hochspannungsleitungen zuständig ist. Das Stromnetz sei redundant ausgelegt. Falle eine Verbindung aus, gebe es mindestens einen zweiten Weg, über den der Stromtransport sichergestellt werden könne.

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