CASERTA - Im Kugelhagel der Mafia sind in der Nähe der süditalienischen Stadt Caserta sieben Menschen gestorben. Bei Castel Volturno kamen am Donnerstagabend sechs afrikanische Einwanderer ums Leben, berichtete die Polizei am Freitag. Zuvor war bereits ein Spielhallen-Besitzer erschossen worden. Die Opfer sollen nach ersten Erkenntnissen in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein.

Italienische Zeitungen sprachen von einem Massaker und von Exekution im kriminellen Milieu. Hintergrund des Blutbads bei Castel Volturno könnte der Streit um den illegalen Drogenmarkt oder um das lukrative Geschäft der Prostitution gewesen sein.

Empört und wütend reagierten Familienangehörige und Freunde auf die Bluttat und die Mutmaßung, die getöteten Männer seien kriminell und hätten mit der Mafia zu tun. Einige Einwanderer zertrümmerten die Schaufenster von Geschäften und beschädigten Fahrzeuge in der Nähe des Tatortes.