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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Acht Jungen aus Höhle befreit

10.07.2018

Chiang Rai Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Bangen und Zittern die Hoffnung auf ein glückliches Ende für alle Eingeschlossenen. Mit einer neuen Rettungsaktion gelang es Spezialtauchern am Montag, vier weitere Kinder aus der Höhle ans Tageslicht zu bringen. Damit sind nun acht Spieler der Fußball-Mannschaft gerettet. Vier Jungen und ihr Betreuer müssen noch in der Höhle ausharren.Vermutlich wird die Aktion nun am Dienstag fortgesetzt. Möglicherweise wird dann versucht, alle übrigen Kinder und ihren Trainer herauszuholen. Offiziell gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Die vier zuerst geretteten Kinder werden seit Sonntagabend in der Klinik von Chiang Rai behandelt, das etwa 50 Kilometer von der Höhle entfernt liegt. Nach Angaben der Behörden geht es ihnen verhältnismäßig gut.

Insgesamt waren am 23. Juni zwölf Spieler einer Jugend-Fußballmannschaft und ihr Betreuer von Wassermassen überrascht worden. Fünf der Eingeschlossenen wären damit immer noch in der Höhle. Der Einsatz mit einem Team von internationalen Spezialtauchern wird damit vermutlich auch am Dienstag weitergehen.

Die Rettungsaktion wurde demnach am Montagvormittag um 11 Uhr (Ortszeit) nach mehr als 12 Stunden Unterbrechung fortgesetzt. Nach Angaben des Missionsleiters ist das Wasser in der teilweise überfluteten Höhle stark abgesunken, auch das Wetter ist gut. Die Rettungsaktion sei daher früher als ursprünglich geplant fortgesetzt worden, so Narongsak. „In ein paar Stunden werden wir gute Nachrichten bekommen“, sagte er.

15 Tage Gefangenschaft

Insgesamt sind noch acht Spieler der jugendlichen Fußballmannschaft und ihr Trainer in der Höhle. Weil schwere Regenfälle drohen, ist der Einsatz auch ein Wettlauf gegen die Uhr. Die ersten vier Jugendlichen wurden am frühen Sonntagabend (Ortszeit) nach 15 Tagen Gefangenschaft aus der teils überfluteten Höhle im Norden des Landes befreit und in ein Krankenhaus gebracht.

Über das genaue Vorgehen schwiegen sich die thailändischen Rettungskräfte am Montag zunächst einmal aus. Der Gouverneur der Provinz, Narongsak Osottanakorn, hatte nach der Rettung der ersten Kinder eine Pause von 10 bis 20 Stunden angekündigt. In dieser Zeit wurden die Atemluftvorräte in der Höhle aufgefrischt. Nun geht es weiter. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar.

90 Taucher im Einsatz

Thailands Innenminister Anupong Paojinda kündigte an, dass die Taucher, die mit ihrer ersten Aktion am Sonntag Erfolg hatten, wieder zum Einsatz kommen. Vor dem Eingang waren vormittags Krankenwagen und Hubschrauber zu beobachten. Die Rettung der Jugendmannschaft, die in etwa vier Kilometern Tiefe festsitzt, gilt als äußerst gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg hinaus extrem eng. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Jeweils zwei Retter nehmen die Jungen ins Schlepptau. Die Kinder sind alle mit Taucherbrille ausgerüstet und werden von den Männern mit Sauerstoff versorgt.

Insgesamt sind etwa 90 Taucher im Einsatz. Das Kernteam besteht aus 18 Spezialtauchern, davon der größte Teil aus dem Ausland, aus Ländern wie Australien und Großbritannien. Die australische Außenministerin Julie Bishop äußerte die Erwartung, dass die Jungen wie am Sonntag in Vierer-Gruppen aus der Höhle gebracht würden. Dies würde bedeuten, dass sich die Aktion noch mehrere Tage hinzieht. Nach heftigen Regenfällen in der Nacht schien am Montag in der Gegend die Sonne.

Jungen aus Höhle im Krankenhaus

Die am Sonntagmorgen gestartete erste Phase der Rettungsaktion lief nach den Worten des Gouverneurs „sehr problemlos“: „Wir waren heute schneller als erwartet.“ Die Jungen wurden in ein Krankenhaus in die 60 Kilometer entfernte Stadt Chiang Rai gebracht.Noch am Montag sollten sie ersten Besuch von ihren Familien bekommen dürfen. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben der Behörden zufriedenstellend.

Die Retter hatten sich nach langen Vorbereitungen erst am Sonntagmorgen endgültig zu dem Einsatz entschlossen. Schlechte Wetteraussichten hatten zuletzt den Druck erhöht.

Der Beginn der Rettungsaktion in Thailand

Das Drama um die jungen Fußballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihren 25-jährigen Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe mehrere Kilometer tief in der Höhle einschlossen. Seitdem saßen die Jungen an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Die Rettung ist äußerst gefährlich: Ein Taucher kam in der Nacht zum Freitag ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um in der Höhle vom Zufluchtsort der Jungen aus durch teils extrem enge Gänge, vorbei an scharfkantigen Felsen und durch überflutete Passagen zum Ausgang zu gelangen.

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