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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wetter in USA teilt Peitschenhiebe aus

02.02.2019

Chicago /Potsdam Wetterkapriolen in den USA: Nach arktischer Kälte im Mittleren Westen können Menschen dort am Wochenende auf ein Ende der Eiszeit hoffen – allerdings nur vorübergehend, nächste Woche soll es schon wieder frostig werden.

Für die Nachbarstädte Minneapolis und Saint Paul sagte der Nationale Wetterdienst (NWS) Temperaturen von plus 7 Grad Celsius am Sonntag voraus – nach minus 32 Grad am Donnerstag wäre das ein Anstieg um fast 40 Grad. Bis Mitte nächster Woche soll die Temperatur dort dann wieder um 30 Grad auf minus 23 Grad fallen. Der NWS sprach von einem „Wetter-Peitschenhieb“.

Der Wetterdienst teilte mit, die „lebensbedrohlichen“ arktischen Luftmassen, die in den vergangenen Tagen Teile der USA beherrschten, sollten noch am Freitag aus dem Nordosten des Landes abziehen. Ungemach droht nun aber dem Westen der USA: An der Westküste wurden bis Montag gleich zwei schwere Stürme erwartet mit Auswirkungen auf weite teile Kaliforniens am Wochenende.

In Chicago war es am Donnerstag mit minus 29 Grad Celsius kälter als an allen bisherigen letzten Januartagen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1870. Nach NWS-Angaben verzeichnete die Millionenmetropole 52 Stunden am Stück Temperaturen von unter 0 Grad Fahrenheit, das entspricht minus 18 Grad Celsius. Tatsächlich war es zeitweise sogar kälter als in Sibirien, am Südpol, auf dem Mount Everest oder in Alaska.

Die „New York Times“ berichtete, landesweit seien im Zusammenhang mit der arktischen Kälte mehr als 20 Todesfälle verzeichnet worden. Behörden machten die extremen Temperaturen unter anderem für den Tod eines 18-jährigen Studenten in Iowa verantwortlich. Er war bewusstlos auf dem Campusgelände gefunden worden und im Krankenhaus gestorben.

Verantwortlich für die „arktische Kälte“ war der sogenannte Polarwirbel. Diese Luftströmung ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an sich nicht ungewöhnlich. Er entsteht am Pol, wenn im Winter keine Sonne durch die arktische Dauernacht dringt, die die Kaltluft wärmen könnte. Das dabei entstehende sogenannte Höhentief kann auf der Nordhalbkugel kräftige westliche Winde erzeugen. In den vergangenen Tagen hatte sich der Polarwirbel ungewöhnlich weit nach Süden ausgebreitet.

Klimaforscher rechnen mit häufigeren Kälteausbrüchen als Folge der Schwäche des Polarwirbels. „Studien gehen davon aus“, sagte der Leiter des Bereichs Erdsystemanalyse beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Stefan Rahmstorf, „dass das mit der schwindenden Meereisdecke auf dem arktischen Ozean zu tun hat.“

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