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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Sicherheitsvorbereitungen In Köln: Damit die tollen Tage auch toll werden

03.02.2016

Köln /Düsseldorf Die Erfahrungen der Kölner Silvesternacht prägen die Vorbereitung auf den Karneval im Rheinland. Nach der Kölner Polizei präsentierte am Dienstag auch die Düsseldorfer ihr Sicherheitskonzept für die tollen Tage. Die Ministerin für Emanzipation, Barbara Steffens (Grüne), machte sich für schärfere Gesetze gegen sexuelle Übergriffe auf Frauen stark, und in Köln gab es einen Karnevals-Kurs für Flüchtlinge.

Die Flüchtlingspolitik ist auch ein Thema für den Rosenmontagszug in Köln, dessen wichtigste Wagen schon am Dienstag vorgestellt wurden. Dabei wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Zielscheibe der Narren: Ein Wagen zeigt sie als Regierungschefin, die noch viele harte Nüsse knacken muss, sich dabei aber schon einige Zähne ausgebissen hat. Auch ihr Europa-Kurs ist Thema eines Mottowagens: Eine kraftlose Merkel trägt eine Europa-Flagge mit nur noch einem Mitgliedsstern in der Hand. Auch der FIFA-Skandal um Joseph Blatter und die Manipulationen bei VW sind Ziele des Spotts der Kölner Karnevalisten.

Traditionell zeigen die Düsseldorfer ihre - häufig noch bissigeren - Mottowagen erst kurz vor Beginn des Zuges. Am Dienstag kündigte der Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval, Michael Laumen, an, dass mehr Ordner aufgeboten werden als sonst. Der Zug selbst werde mit 10 000 Teilnehmern, 117 Wagen und 44 Fußgruppen auf der üblichen, etwa fünf Kilometer langen Strecke unterwegs sein. Auch die Düsseldorfer Polizei präsentierte ihr Konzept. Zu den Maßnahmen gehören mehr Videokameras, deutlich mehr Beamte als früher sowie Betretungsverbote für 41 bekannte Störer, erklärte Polizeipräsident Norbert Wesseler. Erstmals wird es eine Anlaufstelle mitten in der Altstadt geben, um Anzeigen und Hinweise aufzunehmen.

Mit einer Notruf-App und sogenannten Security-Points hofft Emanzipationsministerin Steffens auf mehr Sicherheit für Frauen an den Karnevalstagen. „Es muss allen klar sein: es geht nichts gegen den Willen der Frau“, sagte sie. Die sexuellen Übergriffe auf Hunderte Frauen an Silvester müssten zu schärferen Gesetzen führen. „Ich finde, es geht nicht, dass Männer, die solche Übergriffe machen, straffrei nach Hause gehen“, sagte Steffens.

Jecken in Köln machten am Dienstag Flüchtlinge mit den Besonderheiten der tollen Tage vertraut. Nach Angaben der verantwortlichen Caritas kamen rund 120 Gäste. Moderator Peter Schmitz erklärte unter anderem, wie das Schunkeln funktioniert. Übersetzt wurde alles auch in Arabisch, Farsi und Englisch. Schmitz erläuterte, worum es im Karneval geht: „Singen, schunkeln, Kölsch trinken, flirten, tanzen, bützen, Kamelle fangen“. „Aber bitte mit Gefühl!“, betonte der Sozialarbeiter und zeigte ein Bild mit einem Mann, der einer Frau an die Brust fasst. Das gehöre nicht zum Karneval.

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