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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Debatte über Gestaltung des Alexanderplatz’

27.04.2014

Berlin In der Diskussion um die Neugestaltung des Berliner Alexanderplatzes hat Senatsbaudirektorin Regula Lüscher Forderungen von Architekten nach einem neuen Wettbewerb abgelehnt. „Wir würden über das Ziel hinausschießen, wenn wir jetzt eine totale Neuplanung ausloben, da dies nicht dem politischen Auftrag entspricht“, sagte Lüscher der Nachrichtenagentur dpa. Zwar sei der Masterplan von Hans Kollhoff und Helga Timmermann in seiner ursprünglichen Form nicht realisierbar. Er müsse aber von den beiden Architekten selber überarbeitet werden.

Die Architektenkammer Berlin hatte einen neuen Wettbewerb für die Neugestaltung des „Alex“ gefordert. Der Masterplan von Kollhoff/Timmermann sei überholt. Es gebe nun ein „historisches Zeitfenster“ für einen offenen städtebaulichen Wettbewerb, der dem Ort gerecht werden könne, erklärte die Präsidentin den Architektenkammer, Christine Edmaier.

Nach den ursprünglichen Plänen sollten am „Alex“ zehn neue Hochhäuser, entstehen – allerdings auch an Stellen, wo bereits Gebäude stehen, die in den vergangenen Jahren aufwendig saniert wurden. Der Senat hat sich deshalb inzwischen von den Plänen distanziert und will, dass bestehende Gebäude einbezogen werden.

Sowohl Lüscher wie auch der Ausschuss für Stadtentwicklung im Abgeordnetenhaus hätten sich für eine Überprüfung der Planungen ausgesprochen, erklärte die Kammer. Zudem sei die Frist von sieben Jahren abgelaufen, in der die Grundstückseigentümer einen Anspruch auf Entschädigung bei einer Änderung der Bebauungspläne hatten. Für die Gestaltung eines so zentralen Bereichs wie den „Alex“ seien Einzelgutachten oder beschränkte Teilwettbewerbe ungeeignet.

Einige Eigentümer hätten sich bereits auch von ihren Hochhausplänen verabschiedet. Zudem sei das einstige DDR-„Haus des Reisens“ als Denkmal anerkannt worden, das „Haus der Statistik“ soll verkauft werden. Auch deswegen müsse das städtebauliche Leitbild am Ort überprüft werden, erklärte die Architektenkammer.

Im Januar hatte eine Jury den Entwurf des amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry für den Bau eines 150 Meter hohen Turmes für den US-Investor Hines ausgewählt.

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