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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Deutsche in Thailand von Qualle gestochen – tot

08.10.2015

Bangkok Eine 20-jährige Deutsche ist in Thailand am Gift einer Würfelqualle gestorben. Die Frau sei abends am Strand des Touristenorts Lamai auf der Insel Koh Samui schwimmen gegangen und dabei in Kontakt mit der extrem gefährlichen Qualle gekommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Eine zweite Person sei ebenfalls gestochen worden, habe aber überlebt.

Es ist bereits der dritte Todesfall binnen 14 Monaten, der auf die Quallenart zurückgeführt wird. Auf der Ferieninsel Koh Phangan war im August eine Thailänderin umgekommen, genau ein Jahr zuvor ein fünfjähriger französischer Junge.

Würfelquallen gibt es nur in wenigen Küstenregionen Thailands. Ihr Gift kann auch Erwachsene innerhalb von wenigen Minuten töten. Anders als andere Arten treiben Würfelquallen nicht auf der Oberfläche, sondern schwimmen tiefer und sind schwerer zu erkennen. Sie haben bis zu drei Meter lange Tentakeln. Ein Stich kann einen toxischen Schock auslösen, so dass einige Opfer ertrinken. Aber selbst wer es noch aus dem Wasser schafft, hat ein hohes Risiko, am Gift zu sterben, das Herz und Nervensystem angreift.

Der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat von der Universität Kasetsart in Bangkok sagte, die Zahl der Würfelquallen vor der thailändischen Küste habe sich in den vergangenen sieben Jahren stark erhöht. Es gebe mehrere Gründe, darunter den Klimawandel und die Verschmutzung des Meeres durch Abwasser, das Quallen auf Nahrungssuche ins flache Küstengewässer zieht. Auch spiele der Schwund von Seeschildkröten eine Rolle, des natürlichen Feinds der Quallenart.

Thailand lockt mehrere Hunderttausend deutsche Touristen pro Jahr an. In Lamai, wo die Deutsche und ihre Begleitung jetzt gestochen wurden, gibt es zahlreiche Hotels. Die Polizei beriet am Mittwoch mit Unternehmern und Vertretern der Stadt, wie ähnliche Unfälle künftig zu vermeiden sind. „Geschäftsleute haben Angst, dass das Aufstellen von Warnschildern die Zahl der Touristen zurückgehen lassen könnte, aber wir haben erläutert, warum dies notwendig ist“, sagte Polizeisprecher Thewet Pruemsut.

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