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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Deutsche leiden unter Wintererkältung

23.11.2016

Schortens /Berlin Die echte Grippe lässt in Deutschland noch auf sich warten. Wer derzeit hustet und schnieft, habe in der Regel Erkältungsviren aufgeschnappt, sagt Dr. Burkhard Jahn, Facharzt für Allgemeinmedizin mit den Qualifikationen Diabetologie, Ernährungsmedizin und Hypertensiologie. Er ist Hausarzt in Schortens.

„Wir haben momentan sehr viele Erkältungsfälle. Man muss unterscheiden zwischen einer Grippe und einer Bronchitis. Die Grippe, also die Influenza, ist ein Infekt, der durch ein bestimmtes Virus verursacht ist. Die normale Wintererkältung ist in der Regel keine Grippe, auch wenn das von der Begrifflichkeit in aller Regel zusammenfällt“, betont Jahn. Typische Erkältungssymptome seien Schniefnase, tränende Augen, Husten auch mit Auswurf und Kopfschmerzen.

Es gebe so langsam die ersten Nachweise von Influenza-Erregern, eine erhöhte Grippe-Aktivität sei aber noch nirgendwo in Europa zu beobachten, erklärt Silke Buda, Expertin des Robert Koch-Instituts (RKI). „Wir sind noch ganz am Anfang. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich impfen zu lassen“, betonte Buda. Wie schwer die bevorstehende Grippesaison ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen.

Die vergangene verlief relativ moderat, nachdem es im Winter 2014/15 viele Deutsche heftig erwischt hatte. In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle meist nach dem Jahreswechsel und erreichte ihren Höhepunkt zwischen Mitte Februar und Ende März.

Grippe-Impfstoffe sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich zusammengesetzt, weil sich die kursierenden Viren ständig verändern. Deshalb muss die Influenza-Schutzimpfung jedes Jahr aufgefrischt werden. Die Impfstoffe für die Saison 2016/2017 unterscheiden sich in zwei der drei Komponenten von denen der vorigen Saison, sagte Buda. Zudem sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zwei Impfstoffe mit je vier Komponenten auf dem Markt, bei denen je ein Stamm ausgetauscht wurde. Mit Stand Montag hatte das PEI insgesamt rund 16 Millionen Impfdosen freigegeben.

Beibehalten wurde jeweils der Stamm für die Schweinegrippe A(H1N1), der im vergangenen Jahr relativ viel kursierte. Aktualisiert wurde der Stamm für A(H3N2), der zuletzt auf der Südhalbkugel präsent war, wie Buda sagte. „Erfahrungsgemäß haben ältere Menschen in Saisons, in denen H3N2 kursiert, ein höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf.“

Im vergangenen Winter etwa war die Schutzwirkung der Impfung „niedrig bis moderat“, wie das RKI im Herbst bilanziert hatte. „In anderen Saisons war die Effektivität meist höher und lag zwischen 40 und 60 Prozent.“

Dennoch bleibt die Grippeschutzimpfung nach RKI-Angaben das wichtigste Mittel, um sich vor einer Grippeerkrankung zu schützen. Sie trainiert das Immunsystem gegen die Erkrankung, kann aber nicht allen Geimpften Schutz bieten.

Alles zum Thema Gesundheit im Nordwesten lesen Sie in unserem Gesundheits-Spezial.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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