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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Erneut Flammeninferno in Bangladesch

22.02.2019

Dhaka Bei einem Großbrand in Dhaka sind mindestens 81 Menschen getötet worden. Rund 50 weitere wurden verletzt und erlitten teils schwere Verbrennungen, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Das Feuer brach am Vorabend in der Gegend Chawkbazar in einem Gebäude aus und breitete sich dann rasch auf weitere aus. Viele Opfer hätten in den Bauten festgesessen und seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte ein Beamter in der Einsatzleitstelle von Feuerwehr und Zivilschutz in der Hauptstadt von Bangladesch.

Nach mehr als zehn Stunden gelang es den Feuerwehrleuten, die Flammen weitgehend unter Kontrolle zu bringen. In dem betroffenen Viertel Chawkbazar befinden sich auf engem Raum viele Gebäude und Geschäfte, die durch schmale Gassen getrennt sind. In dieser Enge herrschte reges Treiben und ein Großstau auf den Straßen, weswegen sich Einsatzkräfte nur mit Mühe dem Brandort hätten nähern können, teilten Behördenvertreter mit.

Ein Mix aus Wohnungen und Betrieben prägt das 400 Jahre alte Viertel. In vielen Gebäuden sind in Erdgeschossen Läden, Restaurants oder Lagerhäuser untergebracht, auf einigen Stockwerken fanden sich Chemikalien- und Plastikbestände.

„Ich habe mit einem Kunden gesprochen, als der plötzlich schrie: ,Feuer, Feuer!‘“, sagte der Überlebende Javed Hossain, der am Donnerstagnachmittag nach den Schäden an seinem Laden schauen wollte. „Ich habe noch ,Oh, Allah‘, gesagt, und in wenigen Sekunden hat das Feuer meinen Laden erfasst.“ Sein Bruder habe seine Hand genommen und zusammen seien sie auf die Straße gerannt.

Weitere Augenzeugen sagten, dass viele in Gebäuden gelagerte Gaszylinder explodiert seien. Berichten zufolge handelte es sich wohl bei vielen Opfern um Passanten, Kunden oder Restaurantbesucher, die durch die Detonationen rasch den Tod gefunden hätten. Das Feuer habe zudem die Benzintanks einiger Autos explodieren lassen, die in einen Stau gerieten.

„Das ist eine sehr schwierige Situation“, sagte der Beamte in der Einsatzleitstelle, Mahfuz Riben, telefonisch der Nachrichtenagentur AP. Samanta Lal Sen vom Dhaka Medical College Hospital ergänzte, einige der Verletzten seien in kritischem Zustand.

Dass die meisten Gebäude zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt werden, hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt. Vor hohen Opferzahlen wurde gewarnt, nachdem bei einem Feuer im Jahr 2010 mindestens 123 Menschen umgekommen waren. Die Behörden hatten Regeln für die Gebäudehaltung versprochen. Zudem sollten die Chemikalien-Lager aus Wohnhäusern verschwinden.

In der Vergangenheit kam es in Bangladesch immer wieder zu folgenschweren Bränden. 2012 wurde eine Bekleidungsfabrik am Rande von Dhaka ein Raub der Flammen. Mindestens 112 Menschen starben damals. Nur wenige Monate später stürzte ein anderes Gebäude mit Bekleidungsfabriken ein. Dabei starben mehr als 1100 Menschen.

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