• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Die große Wunde der Niederlande

18.07.2017

Vijfhuizen Drei Jahre nach dem Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine über der Ukraine haben sich rund 2000 Verwandte und Freunde von Todesopfern an einem neuen Denkmal versammelt. Die emotionale Zeremonie am Jahrestag des Vorfalls fand in der Nähe des Flughafens in Amsterdam statt, von dem das Flugzeug gestartet war. Ein Niederländer, der zwei Kinder bei dem Flugzeugabschuss verlor, sagte, man werde nicht aufgeben, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden seien.

Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur wurde am 17. Juli 2014 von einer Rakete getroffen. Die internationalen Ermittlungen kamen zu dem Schluss, dass die Flugabwehrrakete aus Russland stammte und von einem mobilen Raketenwerfer in der Ostukraine abgefeuert wurde. Das Gebiet stand unter der Kontrolle prorussischer Separatisten. Russland hat die Ermittlungsergebnisse als politisch voreingenommen zurückgewiesen.

Die 298 Opfer stammten aus 17 Ländern, 196 von ihnen waren Niederländer. Die niederländische Regierung erklärte Anfang Juli, möglichen Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Abschuss werde in den Niederlanden der Prozess gemacht. Die Ermittler hatten vergangenes Jahr gesagt, sie hätten 100 Personen ausgemacht, mit denen sie reden wollten, von denen vermutet wird, dass sie in den Transport oder die Verwendung des Buk-Raketenwerfers involviert waren.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko forderte am Jahrestag Gerechtigkeit für die Getöteten. Die Ukraine trauere um die Opfer, sagte Poroschenko am Montag. Er glaube aber, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini will, dass bei der Jagd auf die Täter international zusammengearbeitet wird, wie sie in einer Stellungnahme mitteilte.

Nach der Zeremonie sahen sich König Willem-Alexander und Königin Máxima gemeinsam mit 17 örtlichen Kindern das neue Denkmal in der Nähe des Flughafens Schiphol an. Es besteht aus einer gekrümmten Stahlwand und einer augenförmigen Skulptur, in die die Namen aller 298 Opfer eingraviert sind. Das Denkmal steht in einem Amphitheater, das von 298 Bäumen umgeben ist.

Weitere Nachrichten:

EU