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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Die Hits 2016 in den Sozialen Medien

16.12.2016

Berlin Dass auch Unbekannte mit einem Schlag zum Netz-Hit werden können, hat ein Chor aus Hamburg mit einem Überraschungskonzert bewiesen.

 Gewaltige Stimmen

Was haben eine Gewalttat, ein Ständchen eines Gospelchors und ein Trash-TV-Star gemeinsam? Wahrscheinlich nichts, außer dass sie die ersten drei Plätze der Facebook-Live-Charts in Deutschland belegen. Ein Flashmob in der Hamburger Europapassage sorgte im Netz für überraschend viel Aufsehen und schaffte es mit seiner „Oh Happy Day“-Einlage auf mehr als vier Millionen Zuschauer an die Spitze, gefolgt von der Übertragung des Senders N24 zum Amoklauf von München.

Dahinter lagen Pietro Lombardi und Sohn Alessio, die zwei Millionen Mal bei einem Herbstspaziergang beobachtet wurden. Die am meisten diskutierten Themen auf der deutschen Facebook-Seite von Januar bis November waren die US-Präsidentschaftswahlen, die Fußball-EM und das Phänomen Pokémon Go. Als nationales Ereignis schaffte es die Kölner Silvesternacht auf Platz vier. Weltweit landete „Chewbacca Mom“ Candace Payne mit 164 Millionen Aufrufen den größten Facebook-Hit.

 Hier spielt die Musik

Wenn Adele singt, kreischt und rappt, sind hohe Zuschauerzahlen garantiert. Mit ihrem Video zur „Carpool Karaoke“-Reihe von James Corden hat Youtube die britische Sängerin zur Klick-Queen gekrönt: Der Beitrag ist das meist aufgerufene Youtube-Video des Jahres (138 Millionen). Die meisten Zuschauer in Deutschland zog YouTuber Julien Bam auf seine Seite. 17 Millionen Klicks erreichte er mit seiner Parodie des Songs „Everyday Saturday“ von ApoRed.

 Alles läuft rund

In diesem Jahr war Instagram eine Präsentierwiese deutscher Fußballstars. Sechs der zehn beliebtesten Profile hierzulande gehören deutschen Nationalspielern. Die meisten Fans hat Toni Kroos mit zehn Millionen Followern. In den Top Ten sind aber auch Social-Media-Star Bibi sowie die Zwillinge Lisa und Lena. Dass Instagram der Wohlfühlkanal unter den sozialen Netzwerken ist, beweisen die deutschen Hashtag-Trends von #love über #instagood bis #happy. Auch die Hipster-Hauptstadt #Berlin zählte dazu – mit dem Alexanderplatz und der East Side Gallery als zwei der beliebtesten Orte im Land.

 Erfolgreichster Tweet

... war „Limonada“. Mit nur acht Buchstaben schafft es der spanische Youtube-Star El Rubius auf 2,4 Millionen Retweets und Likes – Twitterrekord 2016. Was das Wort zu bedeuten hat? So gut wie nichts. Der Tweet war ein Hinweis auf ein Gewinnspiel unter seinen Fans, die die Nachricht, um mitzumachen, teilen sollten. Das Twitter-Team gratulierte El Rubius mit den Worten: „Wenn das Leben @Rubiu5 Zitronen gibt, macht er den am meisten getweeteten Tweet des Jahres draus.“

 Wie war die Stimmung?

Das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten. Wäre der durchschnittliche Twitter-Nutzer ein Patient, würden ihn Psychologen wohl als emotional volatil beschreiben: Der tränenlachende Smiley steht ganz oben, gefolgt vom Heulsmiley. In den Top 10 aber deutet sich ein Trend zum Positiven an: Drei der zehn am meisten verschickten Symbole in Twitter-Nachrichten waren Herzchen. Also doch kein allzu schlechtes Jahr– zumindest was die Smileys angeht.

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