Drakes Beach - Von der kalifornischen Küste geht zurzeit ein Bild um die Welt, das verstörend und belustigend zugleich wirkt: Tausende Igelwürmer (Wissenschaftlicher Name: Urechis Caupo) liegen weit verstreut am Strand von Drakes Beach, einer Bucht in der Nähe von San Francisco. Das Besondere an den circa 25 Zentimeter großen Tieren sind ihre Form, ihre Farbe und ihr Name: Die wurstförmigen, rosa Würmer werden auch „Penisfische“ genannt. Und so sehen sie auch aus.
Der Name erscheint rein optisch passender als der „Fat Innkeeper Worm“ (auf deutsch: Fetter-Gastwirt-Wurm), wie das Tier im US-amerikanischen Baynature Magazin genannt wird, das von dem ungewöhnlichen Fund berichtet und das besagte Bild auf Instagram postete.
Der „Penisfisch“ in seiner ganzen Pracht (einfach ein Bild weiterklicken):
Der Urechis Caupo ist im Pazifischen Ozean an der nordamerikanischen und mexikanischen Westküste beheimatet und kann bis zu 50 Zentimeter lang werden. Er lebt in U-förmigen Wohnhöhlen im Sand vergraben. Wie das Baynature Magazin berichtet, sei die Form des Tieres bestens dafür geeignet. Von diesen Wohnhöhlen seien 300 Millionen Jahre alte Fossilien entdeckt worden – der „Penisfisch“ scheint also schon zu Zeiten der Dinosaurier gelebt zu haben. Heute werden die Würmer immerhin bis zu 25 Jahre alt.
Doch wie kamen nun Tausende „Penisfische“ auf einmal an die Oberfläche des kalifornischen Strandes? Ursache sind laut Baynature Magazin wohl starke Stürme, die die sandige Oberfläche der Wohnhöhlen abtrugen, die „Penisfische“ freilegten und sie an den Strand spülten.
Ein naher Verwandter dieser „Penisfische“ ist übrigens Urechis unicinctus, der vor den Küsten Chinas, Japans und Koreas vorkommt und ebenfalls ein phallisches Erscheinungsbild hat. In den drei Ländern werden die Tiere tatsächlich auch gegessen.
