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Nach Lkw-Unfall Vollsperrung auf der A 1
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Aktualisiert vor 5 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Dramatische Jagd nach Ausbrecher

30.11.2009

MüHLHEIM /RUHR Ausnahmezustand in Mülheim an der Ruhr: Polizeibeamte kontrollierten Ausfallstraßen, Spezialkräfte waren in Lauerstellung. Ein Einkaufszentrum in der Innenstadt wurde abgeriegelt. Kein Fahrzeug kam ohne Kontrolle heraus. Polizisten mit angespannten Gesichtern trugen schusssichere Westen und Maschinenpistolen. War der ausgebrochene Schwerverbrecher noch in Mülheim?

Die Jagd nach dem Geiselgangster und dem Mörder, die am Donnerstag aus dem Aachener Gefängnis vermutlich mit Hilfe eines Justizbediensteten ausgebrochen waren, ging am Wochenende weiter – mit immerhin einem großen Erfolg für die Fahnder: Der 50 Jahre alte Michael Heckhoff, der als einer der gefährlichsten Geiselgangster in Deutschland eingestuft wird, wurde am Sonntagvormittag in Mülheim an der Ruhr festgenommen. Nach dem 46-jährigen Peter Paul Michalski fahndete die Polizei dagegen am späten Abend noch.

Wagen blieb liegen

Mit zwei Pistolen und einigen Schuss Munition aus einem Gefängnis-Tresor hatten sich die beiden auf den Weg gemacht. Mit Taxen ging es nach Kerpen und weiter nach Köln. Dort zwangen sie am Freitagnachmittag eine 19- jährige Schülerin, sie mit ihrem Wagen nach Essen zu fahren. Dort ging ihnen der Sprit aus. Auf der Ruhrbrücke in Essen-Kettwig blieb der Wagen liegen. Die beiden flüchteten zu Fuß weiter – und ließen ihr Opfer im Wagen sitzen, unverletzt.

Die Schülerin informierte die Polizei. Sofort wurde die Großfahndung auf den Essener Süden konzentriert.

Spürhunde kamen zum Einsatz. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste über dem malerischen Stadtteil. SEK-Beamte standen an wichtigen Straßen und beobachteten den Verkehr. Trotz vieler Hinweise und Durchsuchungen von Lauben oder Waldstücken blieben die beiden verschwunden.

Bis Sonnabendabend – da meldete sich ein Mann aus Mühlheim. Er sei gerade von den beiden Ausbrechern in einem Waldgebiet ausgesetzt worden. Sie seien mit seinem BMW auf der Flucht. Auch seine Frau war als Geisel genommen worden. Am Morgen gegen 8 Uhr waren die beiden Ausbrecher in das Haus der Eheleute in Essen eingedrungen – und bis 17.30 Uhr geblieben. Sie hatten gegessen und zeitweilig geschlafen, mitten in der von der Polizei besonders beobachteten Region.

Der Fluchtwagen war nun bekannt: Ein schwarzer 5er-BMW mit dem Kennzeichen E-PS 1010. Landesweiter Großalarm wurde ausgelöst.

Am Sonntag dann der Treffer: Passanten entdeckten den Fluchtwagen um 10.15 Uhr in der Mülheimer Innenstadt. Schon wieder Mülheim – dort hatte Heckhoff einige Jahre gelebt und in der Region eine Geiselnahme verübt. Der 50-Jährige hielt sich in der Nähe auf und wurde um 11.03 Uhr vom Spezialeinsatzkommando überwältigt.

Weiter auf der Flucht

Michalski war weiter auf der Flucht. Beobachter hielten am Sonntagnachmittag kurz den Atem an, als Spezialkräfte einen Verdächtigen überwältigten. Doch es war nicht der Gesuchte. Überall galt weiter die Polizei-Warnung: „Michalski ist vermutlich bewaffnet und gilt als äußerst gefährlich. Die Polizei rät zur besonderen Vorsicht.“

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