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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Fernsehen: „Dschungelcamp“ ein Quotenhit

28.01.2014

Berlin Sind Millionen Deutsche Gaffer und Lästermäuler? Diese Frage drängt sich angesichts hoher Quoten des Dschungelcamps auf. Drei Mal schon hat die RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ die 8-Millionen-Marke geknackt – das schafft mancher „Tatort“ nicht. Am Wochenende verbuchte der Sender mit im Schnitt 7,79 Millionen Zuschauern in der achten Staffel einen Halbzeitrekord.

Und das, obwohl sich das Konzept seit 2004 kaum verändert hat. War ein zerkauter Känguruhoden bei der Premiere noch ein Skandal, können heute nur wenige Dschungelprüfungen ernsthaft unter dem Ekel-Label laufen. „Das ist aber eh bloß noch Beiwerk“, sagt Professor Franco Rota von der Hochschule der Medien in Stuttgart. „Heute ist es wichtiger, wie sich die Teilnehmer in der Gruppe verhalten.“

Auch die Prominenten werden nicht prominenter, die Zickereien nicht zickiger. Ein Eklat wie 2011, als Schauspieler Mathieu Carrière auf Knien Model Sarah Knappik anflehte, das Lager zu verlassen, scheint dieses Mal weit entfernt – obgleich sich zu Anfang alle gegen das österreichische „Topmodel“ Larissa Marolt (21) verschworen haben. Nur: Die Rollenmuster waren in der Vergangenheit staffelübergreifend gleich, sagt die Hamburger Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher: die blonde egoistische Zicke mit niedrigem IQ, der alternde Schauspieler, der Abenteurer. Die Mischung ist dieses Mal aber besser: „Das hier ist Verunsicherungsfernsehen, weil man sich als Zuschauer nie auf das Bild verlassen kann, das man sich gestern noch von diesem oder jenem Kandidaten gemacht hat – morgen kann alles schon ganz anders sein“, schreibt Anja Rützel für „Spiegel Online“. Ex-Viva-Moderator Mola Adebisi (40) etwa wurde vom maulenden Moralapostel zum Weichei, das eine Dschungelprüfung abbricht.

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Voyeurismus und Häme lassen sich für den Zuschauer außergewöhnlich gut verbinden, erklärt Rota. „Das Dschungelcamp läuft im Vergleich zu anderen Trash-Formaten so erfolgreich, weil es Treppenhauscharakter hat und die Dschungelteilnehmer auf uns wirken wie gute Bekannte.“ Viele Zuschauer träfen sich zum Gucken und empfänden Schadenfreude, wenn sie Larissa zur achten Prüfung in Folge schicken.

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