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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Millionen Euro illegal ins Ausland?

20.11.2019

Düsseldorf Das Juwelier-
geschäft in der Duisburger Innenstadt ist auch Stunden nach Beginn einer bundesweiten Razzia gegen illegale Geldtransfers mit Flatterband abgesperrt. Polizisten einer Hundertschaft sichern den Laden. Auf einem Schaufenster steht „Altgold Ankauf“. Gleich in fünf Bundesländern und den Niederlanden sind Polizisten und Steuerfahnder am Dienstag gegen mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung vorgegangen. Sie sollen ein verbotenes, sogenanntes Hawala-System für Geldtransfers installiert und betrieben haben.

Der Verdacht richtet sich gegen 27 Personen im Alter zwischen 23 und 61 Jahren. Sie sollen am legalen Bankensystem vorbei Millionen von Euro aus Deutschland in andere Länder geschickt haben. Insgesamt 62 Objekte wurden in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg sowie in den Niederlanden durchsucht. Die Behörden machten zunächst keine näheren Angaben zu der Razzia.

Nach Medien-Informationen lag der Schwerpunkt der Durchsuchungen in NRW. Der Hauptverdächtige soll demnach aus Duisburg kommen und dort einen Metallhandel führen. Die illegalen Überweisungen sollen ohne die nötige Banklizenz vor allem in die Türkei geflossen sein. Es gehe insgesamt um mehr als 200 Millionen Euro.

Der Schwerpunkt der Razzia liege im Großraum Duisburg, wo unter anderem Metallfirmen, Juweliere und Privatwohnungen durchsucht wurden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag lediglich, dass das Geld unter anderem in die Türkei transferiert worden sein soll.

Gegen sechs der 27 Beschuldigten lägen Haftbefehle vor, erklärte das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA). Sie seien teilweise vollstreckt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Dabei kamen auch Spezialkräfte zum Einsatz. Bei dem transferierten Geld handele es sich um mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen, so das LKA. Woher es im Einzelnen stammen könnte, wurde zunächst nicht bekannt.

Das Hawala-System wird für Geldüberweisungen abseits traditioneller Bankkanäle genutzt. Das System beruhe auf einer Vertrauensbasis der Beteiligten, die oftmals der gleichen Ethnie angehörten, und habe sich in Regionen mit wenig entwickelten Banksystemen herausgebildet, heißt es in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums.

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