DüSSELDORF - Groß, blond, blauäugig: Mit 17 begann für Claudia Schiffer aus Rheinberg in einer Düsseldorfer Diskothek ein atemberaubender Aufstieg. Zuerst erregte die schüchterne Blondine noch als das „Frollein-Wunder“, die deutsche Brigitte Bardot, internationales Aufsehen. Bald avancierte sie zum bestbezahlten Fotomodell der Welt. Heute ist „la Schiffer“ die Ikone der Supermodel-Ära der 1990er Jahre. Ihr Vermögen wird auf 120 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Am 25. August wird die dreifache Mutter 40 Jahre alt.
Das Titelmädchen der Hochglanz-Illustrierten, einstige Muse von Modezar Karl Lagerfeld, konnte sich schon 1998 im Alter von 28 Jahren steinreich vom Laufsteg zurückziehen. Heute wohnt sie, beschützt von Elite-Leibwächter, in einem Stadthaus im edel-szenigen Londoner Stadtteil Notting Hill und im schlossartigen Landsitz Coldham Hall. Mit ihrem Ehemann, dem smarten britischen Filmregisseur Matthew Vaughn, bekam sie im Mai das dritte gemeinsame Kind – nach Caspar und Clementine wieder ein C-wie-Claudia-Kind: Cosima.
Claudia Schiffer ist die makellose Frau der Luxusfirmen: Chanel, LOréal, Revlon. Ihre Millionenverträge ließen selbst Fußballstars vor Neid erblassen. Models wie Schiffer, Naomi Campbell, Linda Evangelista oder Cindy Crawford stellten Film- und Popstars in den Schatten. „Das war ein ganz tolles Gefühl und eine ganz besondere Epoche in der Modegeschichte“, erinnerte sich Schiffer später in einem Interview.
Mit preußischer Disziplin und kaufmännischem Kalkül vermarktete die große Blonde (1,82 Meter) ihre Schönheit perfekt. Sie sei die „Vorstandsvorsitzende ihres eigenen Körpers“, schrieb der „Stern“. Keine Drogen, keine Skandale, keine Schwäche. Während ihre Kolleginnen Champagner-Partys in Nobel-Hotels feierten, saß Claudia schon im Flieger zum nächsten Termin. Wenn die Gage stimmte, also sechsstellig war, eröffnete sie auch Autobahn-Teilstücke und Supermärkte. Ein Privatleben habe sie jahrelang nur vom Hörensagen gekannt, sagte sie rückblickend.
Vor ihrem 40. Geburtstag gibt sich Claudia Schiffer wieder einmal besonders zugeknöpft. Sie sei „nicht verfügbar“, lehnt ihre Londoner Agentur knapp und ohne eine Begründung Interview-Wünsche ab.
