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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Prozess: Abgestützt oder brutal vor Zug gestoßen?

10.01.2020

Duisburg /Voerde Mit Handschellen gefesselt, das Gesicht hinter einer Strickjacke verborgen: So wird Jackson B. am Donnerstag in den Saal 201 des Duisburger Landgerichts geführt. Knapp sechs Monate ist es her, dass der bullige Mann mit den kurzgeschorenen Haaren am Bahnhof von Voerde am Niederrhein eine Frau in den Tod gestoßen haben soll. Aus Mordlust, so die Staatsanwaltschaft. Zugeben will der Beschuldigte dies aber nicht. „Ich schubse keine Frauen“, lässt er seine Verteidigerin Marie Lingnau schon kurz nach Prozessbeginn erklären. Wenn überhaupt, dann müsse es sich um ein Versehen gehandelt haben.

Schlecht will es ihm an jenem Morgen des 20. Juli 2019 gegangen sein. „Mein Kopf hat sich gedreht, ich habe geschwankt“, heißt es in der verlesenen Erklärung. „Ich kann mir höchstens vorstellen, dass ich mich bei der Frau abgestützt habe.“ Warum er vor Gericht nicht selbst sprechen will? „Er ist psychisch krank“, hatte Lingnau schon vor Prozessbeginn erklärt. „Es gelingt ihm erst langsam, zu begreifen, dass eine Frau ums Leben gekommen ist.“ Für den 28-Jährigen sei die Situation „sehr schwierig“.

Der in Deutschland geborene Serbe soll die 34-jährige Frau vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Die Mutter einer heute 14-jährigen Tochter hatte keine Chance. Die 34-Jährige starb noch im Gleisbett. Ein 32-jähriger Automechaniker aus Voerde hatte den Beschuldigten damals sofort überwältigt. „Ich habe genau gesehen, wie er die Frau geschubst hat“, sagt er im Gericht. Bei der Polizei hatte er es noch drastischer formuliert: „Der Typ rannte in den Rücken der Frau, hatte beide Arme angewinkelt. Als er hinter ihr war, hat er beide Arme durchgedrückt und die Frau in Höhe der Schultern sehr feste geschubst.“

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