Washington/Berlin - Emotional ist Barack Obama in sein letztes Amtsjahr als US-Präsident gestartet. Tränen rannen ihm über beide Wangen, als er am Dienstag ein strengeres Regelwerk für Waffenbesitz vorstellte. Schon öfter hat Obama bei öffentlichen Auftritten Emotionen gezeigt. Nach dem Schulmassaker von Newtown im Dezember 2012 kamen ihm die Tränen, als er vor den Familien der getöten Schüler sprach. Auch nach seiner Wiederwahl 2012 bekam Obama nach einer Dankesrede für seine Wahlkampfhelfer feuchte Augen. Andere prominente Männer, die ihren Emotionen schon mal freien Lauf ließen:

Joachim Gauck: Gleich mehrmals kamen dem Bundespräsidenten die Tränen: 2012 bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde in seiner Geburtsstadt Rostock; 2013, als Obama bei einem Besuch im Schloss Bellevue zur amerikanischen Nationalhymne die Augen schloss; und 2014 in Griechenland, als Gauck für Kriegsverbrechen der Nazis um Verzeihung bat.

Gerhard Schröder: Der Altbundeskanzler weinte in seiner letzten Amtswoche 2005 zweimal öffentlich. Als er in Hannover verkündete, dass er der nächsten Regierung definitiv nicht angehören werde, musste er schnell die Brille aufsetzen, „damit man im Fernsehen nicht alles sieht“. Wenig später spielte der Trompeter beim Großen Zapfenstreich Frank Sinatras „My Way“ - und rührte Schröder zu Tränen.

Helmut Kohl: Auch Schröders Vorgänger musste beim Großen Zapfenstreich 1998 weinen. Der „Kanzler der Einheit“ gilt ohnehin als nahe am Wasser gebaut. Auch bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Suizid seiner Frau 2001 und im Wahlkampf für die CDU 2002 in Dresden flossen Tränen.

Wladimir Putin: Russlands Präsident pflegt das Image eines starken Mannes – Bilder zeigen ihn etwa mit nacktem Oberkörper beim Reiten. Doch bei seiner Wiederwahl als Präsident 2012 flossen bei der Siegesfeier in Moskau Tränen. Später sagte Putins Sprecher, der kalte Wind habe die Augen des Präsidenten gereizt.

Peer Steinbrück: Mit einer sehr persönlichen Schilderung seiner Wahlkampfbelastungen rührte die Ehefrau von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ihren Mann zu Tränen. „Es wird immer nur geguckt, wo können wir ihn erwischen“, sagte Gertrud Steinbrück im Juni 2013.

Florian Silbereisen: Der Moderator erinnerte bei der Fernsehsendung „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ 2010 an die verstorbene „Jodelkönigin“ Maria Hellwig - Tränen liefen ihm übers Gesicht.

Til Schweiger: Nach der Premiere seines Kinofilms „Barfuss“ im Jahr 2005 dankte der Schauspieler und Regisseur seinem Ensemble unter Tränen: „Es war ‘ne geile Zeit.“

Michael Ballack: Nach dem verlorenen Halbfinale bei der WM 2006 im eigenen Land konnte der Kapitän der deutschen Mannschaft wie viele seiner Teamkollegen seine Tränen nicht zurückhalten. Auf dem Rasen und in der Kabine heulten erwachsene Männer Rotz und Wasser.

Uli Hoeneß: Trotz Steueraffäre feierten die Fans den damaligen Präsidenten des FC Bayern auf der Jahreshauptversammlung 2013: „Uli Hoeneß, du bist der beste Mann.“ Hoeneß brach gerührt in Tränen aus.