Aiterhofen - Ein Salmonellen-Ausbruch in Europa mit zwei Toten und Hunderten Erkrankten könnte im vergangenen Jahr von einem Eierproduzenten in Niederbayern verursacht worden sein. Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Ermittlungen gegen die Firma Bayern-Ei aus Aiterhofen aufgenommen. „Es wird geprüft, ob die Firma gefährliche Lebensmittel in den Verkehr gebracht hat“, sagte Oberstaatsanwalt Theo Ziegler am Donnerstag. Er bestätigte Berichte des Bayerischen Rundfunks und der „Süddeutschen Zeitung“.

Wenn sich der Verdacht erhärte, würden die Ermittlungen auf fahrlässige Tötung ausgeweitet, erläuterte Ziegler. Von der Firma Bayern-Ei gab es keine Stellungnahme.

Laut dem BR- und SZ-Bericht gingen im Juli 2014 Salmonellose-Warnungen aus dem Ausland beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein. Die Behörden sollen zögerlich reagiert haben. Proben seien teilweise erst nach mehreren Wochen an die zuständigen Labore geschickt worden.