Frisingen - Sterne-Köchin Léa Linster muss nach einem Einbruch in ihr Restaurant im luxemburgischen Frisingen einen großen Verlust verschmerzen: Ihre Bocuse d’Or-Trophäe ist weg. Als bislang weltweit einzige Frau hatte die 58-Jährige den Preis, bei dem nach der französischen Kochlegende Paul Bocuse benannten Wettkampf, 1989 errungen.

„Die Trophäe ist das Wichtigste, das ich in meinem Leben bekommen habe. Sie ist das Zeichen für mein Wissen und mein Können“, sagte Linster am Freitag. Sie wolle die Statue, mit die sie bei dem seit 1987 in Lyon ausgetragenen Wettbewerb ausgezeichnet wurde, unbedingt wieder haben. „Ich bin sehr traurig.“

Unbekannte Diebe hätten in ihrem Büro im Restaurant einen kompletten Safe gestohlen, sagte Linster. Neben Geld und anderen Dingen habe sich darin auch die prestigeträchtige Auszeichnung befunden.

Bereits im Herbst 2011 war bei Linster eingebrochen worden, allerdings in ihrem Privathaus in Bech-Kleinmacher. Damals sei auch ein ganzer Safe geklaut worden, sagte sie. „Es ist alles schrecklich für mich.“ Linster ist seit 1987 Trägerin eines Michelin-Sterns.

Deutschen Zuschauern ist Linster aus TV-Sendungen wie „Lanz kocht“ oder „Die Küchenschlacht“ bekannt. In Frisingen betreibt die Sterne-Köchin das Restaurant „Lea Linster“, für das sie 1987 zum ersten Mal einen Stern vom Guide Michelin erhielt. Im luxemburgischen Hellingen besitzt sie darüber hinaus noch „Das Kaschthaus“.