Frankenthal/Oldenburg - Bei den Ermittlungen gegen drei ehemalige Pfleger unter Mordverdacht wollen die Beamten in Rheinland-Pfalz etwa 40 Todesfälle auf mögliche weitere Verbrechen überprüfen. Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, am Dienstag. Die Pfleger hatten in einem Seniorenheim gearbeitet. Nach Ströbers Angaben ist ein Großteil der Menschen, um die es nun geht, nach dem Tode verbrannt worden. Ob auch Tote exhumiert würden, stehe noch nicht fest. Die zu überprüfenden Fälle erstrecken sich auf den Zeitraum Dezember 2015 bis September 2016.

Drei Ex-Pfleger – zwei Männer und eine Frau – sollen eine 85-jährige Heimbewohnerin ermordet haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Seniorin mit einer Überdosis Insulin getötet werden sollte.

In Oldenburg wurde 2015 der Ex-Pfleger Niels Högel wegen der Tötung von fünf Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt. Högel steht im Verdacht, in Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst mehrere Dutzend Patienten getötet zu haben. Die Ermittlungen laufen noch.