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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Schutzgeld: Erpresser getötet und einbetoniert

12.05.2016

Hamburg Mehr als zwei Jahre lang bekommt ein Gastwirt in Hamburg Besuch von einem Schutzgelderpresser. Widerwillig zahlt der Koch, monatlich mindestens 1000 Euro. Am 30. September vergangenen Jahres eskaliert die Situation. Der 49 Jahre alte Erpresser kommt am späten Abend und legt eine Pistole auf den Tisch. „Wenn du nicht zahlst, geht einer von uns beiden drauf“, habe er ihm grinsend gedroht, erklärt der 52 Jahre alte Koch am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht.

Am Ende war der Erpresser tot. Der Fall gibt einen Einblick in die Machenschaften von Schutzgelderpressern, die unter Androhung von Gewalt Geld verlangen.

Nur wenige Fälle werden publik. Der Koch erzählt nun vor Gericht, wie er sich die Waffe gegriffen und abgedrückt habe. Die Leiche des 49-Jährigen habe er in eine Grube im Nebenraum gezogen und einbetoniert. Sieben Wochen später findet die Polizei die Leiche.

Der Koch – weißes Hemd, dunkles Jackett, gepflegte, leicht ergraute Haare und modische Brille – ist wegen Totschlags angeklagt. Die Staatsanwaltschaft stellt den Ablauf ganz ähnlich wie der Angeklagte in seinem Geständnis dar.

Demnach sei der Koch in Rage geraten, als der 49-Jährige die beiden Töchter ins Spiel gebracht habe. Die halfen im Sommer manchmal beim Bedienen auf der Terrasse des Restaurants.

Wenn er nicht genug Geld habe, könnten doch die Töchter „arbeiten“ gehen, habe der 49-Jährige gesagt. Damit sei gemeint gewesen, er solle sie auf den Strich schicken, erklärt der Angeklagte. Wütend über diesen Vorschlag habe er den Tisch umgeworfen. Bei dem Gerangel habe er die Pistole zu fassen gekriegt und den Schuss abgegeben.

Im Gerichtssaal hat der 52-Jährige offenbar viele Sympathien auf seiner Seite. Er sei nicht vorbestraft, stellt der Vorsitzende Richter Joachim Bülter fest. Das Opfer habe dagegen 15 Eintragungen im Bundeszentralregister gehabt.

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