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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Amokfahrer bestreitet Fremdenfeindlichkeit

08.06.2019

Essen Es waren dramatische Szenen, die unter anderem durch ein Augenzeugenvideo dokumentiert wurden: In der Silvesternacht 2018 ist ein psychisch kranker Mann im Ruhrgebiet offenbar gezielt auf Menschen mit Migrationshintergrund zugefahren. 14 Personen wurden verletzt, eine Frau schwebte in Lebensgefahr. „Das war wie ein Sog – wie bei einem Staubsauger“, sagte der 50-Jährige am Freitag vor dem Essener Schwurgericht. „Alles was rechts und links war, habe ich gar nicht mehr wahrgenommen.“

Die Stimme ruhig, das Gesicht stark gerötet: Als der mutmaßliche Amokfahrer von den Wachtmeistern in den Gerichtssaal geführt wird, trifft er erstmals auch wieder auf einige seiner Opfer. Sie sitzen ihm nur wenige Meter gegenüber, doch er scheint sie auch jetzt nicht richtig wahrzunehmen. Worte des Bedauerns findet er zum Prozessauftakt nicht.

„Für ihn ist alles wie hinter einem Schleier“, hatte sein Verteidiger Andreas Renschler schon vor Prozessbeginn erklärt. „Er ist ein geknickter Mensch.“

Seit Jahren leidet der arbeitslose Fensterputzer schon unter paranoider Schizophrenie. Seine Medikamente will er aber immer genommen haben. „Deshalb verstehe ich auch gar nicht, wie es dazu kommen konnte“, sagte er den Richtern. Bestreiten wolle er aber nichts. Auch, wenn er sich längst nicht an alles in der Tatnacht erinnern könne.

„Er wollte die Personen offensichtlich bewusst überfahren“, so die Staatsanwaltschaft. „Die Motive seiner Taten begründen sich offenbar in der augenscheinlichen Fremdenfeindlichkeit des Beschuldigten“. Doch der 50-Jährige wiegelte vor Gericht sofort ab. „Ich habe selbst ausländische Freunde“, sagt er den Richtern. „Ich bin eigentlich nicht so.“

Nach seiner Festnahme hatte das allerdings noch ganz anders geklungen. Da soll er über Ausländer und Asylbewerber hergezogen haben und auch diesen Satz gesagt haben: „Ich habe aufgeräumt – und elektronisch gefegt.“ Woran er sich im Prozess allerdings nicht erinnern will.

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