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EXKLUSIV-INTERVIEW „Ich will mein Bestes geben“

Der Schauspieler und Sänger macht Krafttraining, um in Form zu bleiben. Seinen Kopf hält er mit dem Lernen von Texten fit.

Von Kerstin Buttkus

Frage:

Was treibt Sie noch immer auf die Bühne?

Heesters:

Treiben tut mich gar nichts, ich mache meine Arbeit! Und die tue ich gerne. Und mittlerweile schon seit 90 Jahren.

Frage:

Sind Applaus und Bewunderung eine Art Lebenselixier für Sie?

Heesters:

Ich freue mich über den Applaus, wenn ich meine Arbeit gut gemacht habe. Das Lebenselixier liegt bei mir aber in der Freude am Spielen und Singen – und nicht in einer Bewunderung.

Frage:

Stört es Sie, dass auch Menschen Ihre Gastspiele besuchen, die eher am 106-jährigen Naturphänomen denn am Künstler interessiert sind?

Heesters:

Davon merke ich nichts. Die Menschen, die meine Konzerte besuchen und mit ihrer Zuneigung mir ihre Bewunderung ausdrücken, sind mein Publikum. Denn man muss auf der Bühne schon eine Leistung bringen. Dass man 106 Jahre alt ist, bedeutet noch längst keinen Erfolg.

Frage:

Wie halten Sie sich für Ihre Auftritte fit?

Heesters:

Ich lerne meine Texte, das hält den Kopf in Schwung. Und ich trainiere im Fitnessstudio an den Geräten – also Krafttraining. Bei dem Schneewetter trainiere ich zurzeit zu Hause mit einem Heimtrainer.

Frage:

Würden Sie mir einen Einblick in den Alltag im Hause Heesters-Rethel gestatten? Wie gestalten Sie Ihre Tage, wenn Sie daheim sind?

Heesters:

Wir schlafen lange, weil wir spät ins Bett gehen. Frühstück gibt es dann ab zehn oder elf Uhr, danach kümmere ich mich um meine Bühnentexte. Meine Frau Simone Rethel hat im Moment sehr viel zu tun, weil sie ihr neues Buch „Sag nie, du bist zu alt“ in verschiedenen Sendungen vorstellt. Dann ist zu besprechen, was uns angeboten wird, und es kommen viele Freunde zu uns. Bei uns ist immer ’was los.

Frage:

Was empfinden Sie als Ihre größte Leistung?

Heesters:

Das müssen andere beurteilen. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Aber ob das immer die größte Leistung ist, weiß ich nicht.

Frage:

Was war für Sie ein Tiefpunkt in Ihrer Karriere, in Ihrem Leben?

Heesters:

In der Karriere hatte ich eigentlich nie einen Tiefpunkt, weil ich immer das Glück hatte, arbeiten zu dürfen. Ob im Film oder im Theater, oft sogar beides gleichzeitig. Im Leben, ja. Als meine erste Frau nach langer Krankheit verstarb.

Frage:

Folgendes frage ich mit allem Respekt: Was ist schön an Ihrem gesegneten Alter, was schlimm?

Heesters:

Schön ist, dass immer viele junge neue Freunde dazukommen, traurig ist, wenn man die alten verliert. Ich sehe nichts mehr, das ist schlimm für mich, aber ich freue mich dennoch über jeden Tag, der vor mir liegt.

Frage:

Welche Pläne haben Sie?

Heesters:

Weiterleben und weiterarbeiten.
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