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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Fall Mirco: Geständnis zum Prozessbeginn

13.07.2011

KREFELD Der mutmaßliche Mörder des zehnjährigen Mirco aus dem nordrhein-westfälischen Grefrath hat zum Prozessauftakt ein umfassendes Geständnis abgelegt. Über seinen Anwalt räumte er am Dienstag vor dem Krefelder Landgericht ein, am 3. September 2010 auf den Jungen getroffen zu sein und versucht zu haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Um seine Tat zu vertuschen, habe er das Kind schließlich erdrosselt. Mircos Eltern, die in dem Verfahren als Nebenkläger auftreten, waren nicht im Gerichtssaal erschienen.

Laut Anwalt war der angeklagte Olaf H., ein 45 Jahre alter dreifacher Familienvater aus Schwalmtal, am Abend des 3. September auf den Jungen gestoßen, als dieser auf dem Weg nach Hause war. Er habe den Zehnjährigen in sein Auto geholt und sei mit ihm an einen Feldweg gefahren. Dort habe er versucht, sich an dem Jungen zu vergehen, dann aber doch von ihm abgelassen. Anschließend habe er den Zehnjährigen getötet, um die Tat zu vertuschen.

Die Darstellung der Anklage, wonach der Schwalmtaler Mirco tötete, weil er sich über eine ausgebliebene Erektion ärgerte, wies sein Verteidiger zurück. Auch sei es nicht richtig, dass H. Mirco nach der Erdrosselung noch ein Messer in den Hals gestochen habe.

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Olaf H. selbst wird im Verfahren zu den Vorwürfen vermutlich schweigen. „Er ist nicht feige“, verteidigte ihn sein Anwalt. Vielmehr sei er suizidgefährdet und psychisch nicht in der Lage, sich selbst zu äußern. Auch eine Entschuldigung für die Familie des getöteten Kindes wird es wohl nicht geben. Die Taten, die seinem Mandanten vorgeworfen würden, seien nicht zu entschuldigen, sagte der Anwalt zur Begründung. Die Beweislage gegen seinen Mandanten nannte er erdrückend.

Der Prozessauftakt stieß bei der Öffentlichkeit auf großes Interesse. Der 45-Jährige erschien vor Gericht mit Sonnenbrille und Kappe, sein Gesicht versteckte er hinter einem Papierhefter. Für Mircos Eltern sei der Prozess eine „sehr belastende Situation“, sagte deren Anwältin Gabriele Reinartz. Daher seien sie zu dem Entschluss gekommen, zumindest dem Auftakt fernzubleiben.

Für den Prozess sind zunächst 15 Verhandlungstage angesetzt. 40 Zeugen, darunter ist Mircos Mutter, sollen gehört werden. Mit einem Urteil wird am 30. September gerechnet.

Mirco war am 3. September vergangenen Jahres verschwunden und laut Anklage noch am selben Tag getötet worden. In einer der größten Suchaktionen in der Geschichte der Bundesrepublik hatten zeitweise 1000 Polizisten das Gebiet rund um Grefrath nach dem Jungen durchkämmt. Erst nach der Festnahme des Angeklagten Ende Januar wurde auch die Leiche des Jungen gefunden. Der mutmaßliche Täter führte die Ermittler dorthin.

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