Philadelphia - Nach einer Schießerei an einer Schule in den USA wirft die Polizei einem Verdächtigen schwere Körperverletzung und rücksichtslose Gefährdung anderer vor. Der 17-Jährige hatte sich am späten Sonnabend gestellt; er wurde festgenommen. Ein weiterer Verdächtiger wurde freigelassen. Bei der Schießerei am Freitag in der Turnhalle der Delaware Valley Charter High School in Philadelphia im US-Staat Pennsylvania wurden ein Junge und ein Mädchen leicht verletzt.
Der 17-jährige Verdächtige werde wie ein Erwachsener behandelt und sei angeklagt worden, sagte Polizeisprecher John Stanford. Der Anwalt des jungen Mannes gab zunächst keine Stellungnahme ab. Der zweite und später freigelassene Verdächtige hatte sich noch am Freitagabend der Polizei gestellt, nachdem die Polizei eine Fahndung ausgeschrieben hatte.
Warum am Freitag an einer Schule in der Ostküstenstadt das Feuer auf die Schüler eröffnet wurde, blieb unklar. „Wir wissen es nicht – wir wissen auch nicht, ob es ein Unfall war oder Absicht“, sagte ein Polizeisprecher. Die Schule sei mit Metalldetektoren ausgestattet, deswegen sei unklar, wie die Waffe in die Schule gelangen konnte. Nach der Tat wurde das Gelände abgesperrt und durchsucht. Alle Schüler wurden kontrolliert und anschließend nach Hause geschickt.
Die beiden Opfer wurden den Angaben zufolge von derselben Kugel verletzt. Das 18-jährige Mädchen wurde von hinten am linken Arm getroffen. Die Kugel trat wieder aus und traf einen 17-jährigen Jungen in die Schulter. Das Mädchen wurde nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen, der Junge wurde weiter stationär betreut, sein Zustand war den Angaben zufolge aber stabil.
Erst am Dienstag hatte ein zwölf Jahre alter Junge im Staat New Mexico mit einer Waffe zwei Klassenkameraden verletzt.
